Magdeburg l „Quartier 108“ ist der Arbeitstitel des vier Wohngebäude umfassenden Projektes, das nordöstlich des Olvenstedter Platzes in Magdeburg entstehen soll. Seit mehreren Jahren wird an dem Vorhaben geplant, seitdem ist der Bebauungsplan in der Stadtverwaltung in Arbeit. Der Investor, die VR-Immobilienpartner GmbH, steht bereit und wartet auf die Freigabe.

Die neuen Gebäude sollen kein abgeschlossenes Wohn-Quartier bilden, sondern „ein offener Teil der Stadt mit parkähnlichem Charakter“ werden, durch den man gehen kann. Dies erklärte Marion Deutsch, Bearbeiterin des Projekts, kürzlich bei einem Treffen in Stadtfeld.

Kinder nennen Wünsche für Spielplatz

Beitragen soll dazu auch ein öffentlicher Spielplatz mit 1500 Quadratmetern Fläche. Für diesen wird es wie bei anderen Anlagen dieser Art im Stadtgebiet eine Öffentlichkeitsbeteiligung durch Kinder aus umliegenden Einrichtungen geben. Diese können Wünsche äußern, mit welchen Spielgeräten sie dort am liebsten spielen würden.

Weiterhin geplant sind zwei Tiefgaragen, um das leidige Parkproblem in Stadtfeld für die Bewohner der neuen Häuser zu umgehen. In einem der Gebäude soll eine Tagespflege einziehen. Die alte Villa am Eingang des Geländes wird saniert. Ihr gegenüber soll ein Gebäude entstehen, das ausschließlich für Gewerbe genutzt werden soll. Hier werde „mit viel Fingerspitzengefühl“ bei der Auswahl des Unternehmens vorgegangen, hieß es weiter bei dem Treffen.

Sand für Projekt Statt.Feld.Strand geliefert

Eins ist sicher: Zumindest im Sommer 2019 wird es noch nicht losgehen. Schließlich wurde bereits der Sand für den „Statt.Feld.Strand“ angeliefert, so dass dieser im Vorjahr so beliebte Beachvolleyballplatz als Zwischennutzung eine zweite Saison erleben darf. Ob sich die Initiatoren vom Stadtfelder Bürgerverein und dem Geschäftsstraßenmanagement „Im Stadtfeld“ im Sommer 2020 dann nach einem anderen Standort umsehen müssen, wird sich zeigen.

Indes wird es Aufwertungen für den Olvenstedter Platz als solchen geben. 2019 sollen unterirdische Glascontainer installiert werden. Außerdem werden voraussichtlich im Jahr 2020 Fahrradständer, Bänke und Rabattengeländer ausgetauscht. „Es ist nicht der große Wurf, aber mit vielen kleinen Dingen kann man auch was bewegen“, sagte Judith Mackay, Leiterin Freiraumplanung im Stadtplanungsamt.