Magdeburg l Der Bedarf an Bauflächen für neue Eigenheime ist im Magdeburger Stadtgebiet ungebrochen. Kleinste Flächen werden dafür genutzt. Jetzt soll der Weg für ein weiteres Baugebiet freigemacht werden.

An der Straße Am Polderdeich ist die Einrichtung von elf Parzellen für Stadtvillen und Doppelhaushälften geplant. Die Stadtverwaltung Magdeburg will das 2017 gestartete Bebauungsplanverfahren nun zu Ende bringen. Auf der September-Sitzung soll der Stadtrat der Aufstellung des B-Plans zustimmen.

Eigenheime statt Gärtnerei

Genutzt wird die Fläche einer ehemaligen Gärtnerei an der Adresse Am Polderdeich 25. Auf dem gut 6800 Quadratmeter großen Grundstück standen einst deren Gewächshausanlagen, nach deren Abriss vor Jahren liegt es brach. Zur Erschließung der Eigenheime wird eine neue, öffentliche Stichstraße mit Wendehammer angelegt. Die Magdeburger Baufirma Sporkenbach Baukonzept entwickelt und vermarktet die Grundstücke schlüsselfertig. Im November 2018 soll die Ausführung beginnen.

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Da das B-Plan-Gebiet an die Curiesiedlung grenzt, gibt es Vorgaben für die Fassadengestaltung der neuen Häuser. Diese gilt als Kulturdenkmal und ist damit besonders schützenswert. Neue Gebäude in ihrer Umgebung sollen daher „mit der gebotenen Achtung gegenüber den Werten, die das Denkmal verkörpert“ gestaltet werden.

Neue Häuser in Pastelltönen

Konkret heißt das, dass die Fassaden der neuen Einfamilienhäuser in Pastelltönen zu streichen sind. „Neonfarben sowie grelle Farbtöne sind zu vermeiden“, heißt es in der Begründung. Entsprechende Hinweise werden im Bebauungsplan festgehalten.

Die ab Ende der 1920er Jahre erbaute Curiesiedlung ist bedeutsam als Beispiel für das damalige Magdeburg als „Stadt des Neuen Bauwillens“.