Magdeburg l Gewaltige Schutthaufen an der Bundesstraße 1 in Ostelbien in Magdeburg künden vom Ende einer Ära. Die Garagen, die hier bis 2018 standen, haben ausgedient. Wenn die Reste beräumt sind, wird auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Hohefeld-Privatweg und Puppendorfer Weg ein weiterer Eigenheimstandort für Elbestädter entstehen.

Der Bedarf ist da. „Wir können gar nicht so schnell planen, wie es Interessenten gibt“, hatte der Magdeburger Architekt und Bauunternehmer Rolf Onnen schon zu Beginn der Abrissarbeiten im Frühjahr 2018 gegenüber der Volksstimme erklärt.

Arbeiten auf Baustelle ruhen

Daran hat sich nichts geändert, auch wenn im Moment die Arbeiten auf der Baustelle ruhen. Im Hintergrund laufen die Planungen für die neue Wohnsiedlung weiter, sagte Onnen der Volksstimme. Der bekannte Projektentwickler wird hier als Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Garagenkontor Magdeburg GmbH & Co. KG aktiv.

Für die Fläche an der B 1 wird nach positivem Beschluss des Magdeburger Stadtrates derzeit ein Bebauungsplan (kurz B-Plan) „Puppendorf/ Berliner Chaussee“ aufgestellt. Er ist Voraussetzung für die Errichtung des neuen Eigenheimstandorts, der Platz für bis zu 50 Parzellen bieten wird. Die Grundstücke werden, wenn der B-Plan steht und Baurecht vorhanden ist, an Interessenten veräußert.

Lärmschutzwand gefordert

Doch bevor hier neue Eigenheime wachsen, wird eine Lärmschutzwand gebaut, berichtete Rolf Onnen. Die Stadt Magdeburg hatte im Rahmen der Planungen ein Lärmschutzgutachten gefordert und das liegt nun vor. Ergebnis: Eine Lärmschutzwand muss her.

Eine solche wurde vor ein paar Jahren schon weiter stadtauswärts an der B1 in Höhe Ehlegrund gebaut. Die neue Lärmschutzmauer auf dem früheren Garagengelände wird, so sagt Onnen, etwa sieben Meter hoch werden: Dafür werde ein ca. vier Meter hoher Wall aufgeschüttet und dieser mit einer etwa drei Meter hohen Wand bestückt.

Projekt soll im Herbst 2019 beginnen

Entwickler Onnen hofft, dass „wir im zweiten Halbjahr 2019 so weit sind, das Projekt anschieben zu können“ und dann womöglich auch schon mit dem Bau der Lärmschutzwand begonnen werden kann.

Eigentlich hatte er die Hoffnung, dass schon Anfang 2019 der Häuslebau an der B1 starten kann. „Es hat aber Verzögerungen sowohl seitens der Stadt als auch bei uns gegeben. Das bleibt aber bei solch Großprojekten nicht aus“, meint Rolf Onnen.

Ablöse für Spielplatz

Während der Planungsphase seien immer Abstimmungen und auch Anpassungen nötig. So habe man sich mit der Planungsbehörde auch zum Thema Spielplatz geeinigt. Man werde selbst keinen Spielplatz auf dem Gelände bauen, statt dessen eine Ablöse an die Stadt zahlen, ergänzte Onnen.

In Einfamilienhausgebieten, wo jeder seinen eigenen Garten habe, habe die Anlage eines Spielplatzes aus seiner Sicht wenig Sinn. „Das kann die Stadt mit dem Geld viel besser und vor allem an Standorten, wo Kinder und Heranwachsende dies viel dringender brauchen, etwa in mehrgeschossigen Wohnsiedlungen“, argumentiert Onnen.