Magdeburg l Die Gemeinde Barleben hat den Vertrag mit der Stadt Magdeburg, in dem Barleben dem Magdeburger Zoo einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 300.000 Euro zu sichert, gekündigt. Dass das nicht einfach so funktioniert, bestätigt jetzt ein erstes Urteil am Landgericht in Magdeburg. 

Am 12. September 2017 war ein sogenannter Urkundenprozess angesetzt: Der Zoo Magdeburg forderte dabei für die kommenden Jahre den Zuschuss von der Gemeinde am Stadtrand. Geht es nach dem ersten Urteil, müssen die 300.000 auch weiterhin gezahlt werden.

Barleben kann nicht mehr zahlen

Doch bereits am Dienstag steht fest: Es wird eine Hauptverhandlung folgen, in der dann die verschiedenen Einwände und Beweise eine Rolle spielen. Barleben hatte den GmbH-Vertrag außerordentlich gekündigt, da der Gemeinde die Zahlungen nicht mehr möglich seien. Der einst wohlhabende Ort ist heute hoch verschuldet.

Geht es nach Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff heißt das Urteil aus dem Urkundenprozess "noch gar nichts". Er hoffe immer noch darauf, mit dem Zoo "einen Kompromiss zu finden".

Für Zoodirektor Kai Perret ist mit der Entscheidung, dass der Zoo einen Anspruch auf den Zuschuss hat, "das erste Etappenziel erreicht". Für den Zoo würde das Ausbleiben der Zahlung einen "erheblichen Einschnitt" bedeuten. Kai Perret ist überzeugt: Die Gemeinde Barleben "kann sich nicht einfach aus der Verantwortung ziehen".