Oebisfelde l Das Projekt „Bunte Steine“ passt in die Initiative gegen Vandalismus in der Stadt, die parallel von der Stadtverwaltung in Kooperation mit der Deutschen Bahn AG, der Bahnpolizei, der Landespolizei und Sicherheitsdiensten der DB Bahn AG aktuell begonnen hat. „Die Idee für die ,Bunten Steine‘ kam aus der Runde der täglichen Besucher, insbesondere von unserem Jugendrat, der eine pauschale Vorverurteilung von Jugend als Verursacher von Vandalismus so entgegenwirken will. Nicole und mir fielen dann die ,Bunten Steine‘ ein“, erläutert JBS-Betreuerin Maria Bade die Entstehung des Projekts.

Gesagt getan. JBS-Partnerin Nicole Bartsch brachte diese Woche die erste Fuhre Feldsteine mit in den Treffpunkt an der Klötzer Straße in Oebisfelde. Die mehrere Kilo schweren und handtellergroßen Natursteine erhielten zuerst eine Grundreinigung und müssen nun erst einmal wieder abtrocknen.

Wegen Corona existiert Plan B

Der nächste Schritt soll nun kommende Woche folgen, nämlich die Steine farbig bemalen – wenn die verschärfte Schutzverordnung gegen die Corona-Pandemie nicht einen Strich durch diesen Plan macht. Doch für diesen Fall der Fälle existiert in der Jugendbegegnungsstätte bereits ein Plan B, wie Bade erklärt. Und zwar wird der Vorrat an Steinen in die Sekundar- und Gemeinschaftsschule verfrachtet. Dort beim Kooperationspartner wird das Projekt „Bunte Steine“ parallel im Kunstunterricht begleitet. „Und da seitens der Landesregierung beabsichtigt ist, Schulen eben nicht aufgrund der jüngsten Hygienemaßnahmen gegen Corona zu schließen, kann das Projekt dort weiterverfolgt werden“, meint Bade.

Selbstverständlich wird es entsprechende Absprachen zwischen der Schulleitung und den JBS-Betreuerinnen geben, wie dieses Miteinander unter den verschärften Hygienemaßnahmen abzulaufen hat. Die meisten der JBS-Besucher werden ja an der Drömlingschule unterrichtet.

Im nächsten Schritt werden die Jugendlichen ihre bemalten Steine innerhalb der Stadtgrenzen von Oebisfelde positionieren. „Den Ablageort wählen die Jugendlichen ganz allein. Steine sollen nämlich dort abgelegt werden, wo sich die Akteure in der Stadt am liebsten aufhalten“, erläutert Bade. „Wenn in den nächsten Wochen irgendwo in der Stadt irgendwelche bunten Steine herumliegen, lasst die einfach liegen“, bittet die JBS-Betreuerin, damit das Projekt bis zum Ende erfolgreich durchgeführt werden kann.

Bunte Steine in der Stadt liegen lassen

Durch die Ablageorte können die Erwachsenen erkennen, dass diese Orte, wo ein oder mehrere bunte Steine liegen, ein wichtiger wie beliebter Platz für die Jugendlichen dieser Stadt ist, so die Absicht hinter dem Projekt. „Daraus sollte sich dann auch eine Wechselbeziehung zwischen Jung und Alt ergeben, eben mehr Toleranz im Miteinander“, erläutert Nicole Bartsch.

Denkbar ist auch, dass dieses Projekt „Bunte Steine“ von Jugendlichen in anderen Orten ebenfalls veranstaltet wird.