Oebisfelde/Wassensdorf l Über das Vorhaben informierte Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) kurz im öffentlichen Teil der Sitzung am Dienstag im Oebisfelder Rittersaal. Dann verschob sie die Thematik in den nichtöffentlichen Teil, was auch zu keiner Beanstandung durch die Ortschaftsratsmitglieder führte.

Im Detail geht es um eine seit Jahren bestehende Forderung, das Areal mit dem Gemeinschaftshaus zu einem Naherholungsgebiet zu ertüchtigen. Wie aus der Vorlage für die Ratsmitglieder hervorgeht, wird für die Gesamtmaßnahme eine Summe von 70.000 Euro benötigt. Wie das Bauamt ermittelt hat, werden 9000 Euro für das Aufstellen von Bänken, 23.800 Euro für die Erweiterung des Spielplatzes, 12 000 Euro für die Terrassenüberdachung und 25.000 Euro für das Entfernen von Gehölz und Sträuchern an der Böschung der Badekuhle benötigt.

Die Gesamtsumme wurde nun als Antrag bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Rund um den Drömling“ kurz vor Ende der Wettbewerbsfrist per 1. September 2020 für die Maßnahmen 2021/22 durch den städtischen Wirtschaftsförderer Peter Schorlemmer eingereicht, wie in Erfahrung zu bringen war.

Viele Standards müssen erfüllt werden

Ortsbürgermeisterin Jacksch hatte zudem angeregt, zusätzlich die Möglichkeit für Wohnmobilstellplätze zu schaffen. Diese Maßnahme sollte noch in den LAG-Antrag eingearbeitet werden. Aus Sicht des Bauamtes sollte das Verfahren bei der Zustimmung durch den Ortschaftsrat und unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit des Eigenmittelanteils als gesondertes Fördervorhaben innerhalb der neuen Förderperiode beantragt werden, ist der Vorlage zu entnehmen.

Caravan-Stellplätze könnten nach Ansicht des Bauamtes im bestehenden Parkplatzbereich angelegt werden. Neben den Anschaffungskosten und der Ausstattung mit Versorgungssäulen entstehen auch Kosten für die Installation von Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Darüber hinaus müsste geklärt werden, wie durch die Nutzer dieser Anlage die bereits vorhandenen baulichen Strukturen der Anlage genutzt werden sollen.

Ein anderes Problem in dieser Angelegenheit stellt sich in Bezug auf die Priorität: Die Liste für das Haushaltsjahr 2021 ist bereits abgeschlossen. Möglich wäre demnach erst eine Einordnung der Maßnahme für das Haushaltsjahr 2022, heißt es auf Nachfrage bei der Kämmerei. Zudem muss damit gerechnet werden, dass die Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzepts mit strikt einzuhaltenden Maßnahmen verbunden sein wird, nachdem der nicht ausgeglichene Haushalt 2020 die Kommunalaufsicht passiert hat.

Aktuell herrscht idyllische Stille an der Badekuhle. Spielplatz und Gewässer sind verwaist, die Rollläden am Gemeinschaftshaus heruntergelassen. Der Wassensdorfer- Carnevalsclub hat mittlerweile erklärt, sich nicht mehr zu kümmern.