Altstadtsanierung

Das Rathaus Oebisfelde soll saniert und erweitert werden

Als eine der ersten kommunalpolitische Gremien berät der Ortschaftsrat Oebisfelde über das Vorhaben, dass derzeit mit bis zu 7,4-Millionen-Euro veranschlagt wird.

Von Harald Schulz
Die Sanierung des Oebisfelder Rathaus, plus die Erweiterung um ein Tourismus- und Bürgerzentrum soll auf den Weg gebracht werden. Der Ortschaftsrat  beschäftigt sich mit dem  7,4 Millionen Euro-Vorhaben in der heutigen Sitzung im Rittersaal.
Die Sanierung des Oebisfelder Rathaus, plus die Erweiterung um ein Tourismus- und Bürgerzentrum soll auf den Weg gebracht werden. Der Ortschaftsrat beschäftigt sich mit dem 7,4 Millionen Euro-Vorhaben in der heutigen Sitzung im Rittersaal. Foto: Harald Schulz

Oebisfelde

Eine Mammutsitzung steht den Mitgliedern des Ortschaftsrates Oebisfelde am heutigen Dienstag ab 19 Uhr im barrierefrei zugänglichen Rittersaal im Burgensemble der Allerstadt bevor. Insgesamt 26 mehr oder weniger zu beratende Themen, einschließlich Informationen und der Einwohnerfragestunde stehen auf der Tagesordnung. Zentrales Thema dürfte die Entwicklung des Verwaltungsstandortes Rathaus Oebisfelde sein. Nicht so bedeutsam in finanzieller Hinsicht, aber innerhalb der Stadtgrenzen ein Gesprächsthema mit viel Gesprächsstoff, dürften die Vorschläge für Straßenbezeichnungen im Neubaugebiet Lehmweg in Weddendorf sein.

Der Reihe nach: Die Sanierung der Gebäudestruktur des Rathauses unter Beachtung des Brandschutzes, der Barrierefreiheit, der Energieeffizienz, der Vorgaben des Denkmalschutzes und einer dem Stand der Technik entsprechenden Raumstruktur ist dringend erforderlich, stellt die Stadtverwaltung fest. Mit der vorgeschlagenen Variante eines externen Bürger- und Tourismuszentrums und dem dort anzusiedelnden Bürgerbüro würde einerseits ein serviceorientierter barrierefreier Anlaufpunkt für die Bürger geschaffen und andererseits eine den Denkmal- und Sanierungszielen entsprechende Wiederherstellung der Struktur des Rathausplatzes in Oebisfelde gewährleistet werden.

Für die beiden Gebäude würden sich Kosten in Höhe von zirka 5,6 Millionen Euro für die Sanierung des Rathauses und weitere 1,5 Millionen Euro für den Neubau des Bürger- und Tourismuszentrums ergeben, so die Info der Verwaltung.

Da ein Betrieb des Rathauses während der Sanierung nicht möglich sein wird, muss das Gebäude während der Bauphase geräumt werden. Die Verwaltung beabsichtigt, für den Zeitraum von veranschlagten zwei Jahren der Sanierung die Mitarbeiter in einer Bürocontaineranlage unterzubringen. Der Standort dieser Anlage wird sich aufgrund des Platzbedarfes für die im Zusammenhang mit der Sanierung erforderliche Baustelleneinrichtung außerhalb der Altstadt befinden. Dafür benötigte Finanzen für die Containermiete würden sich auf zirka 245?000 Euro beziffern. Eine mögliche Variante wäre ein Ersatzneubau ohne Versammlungsraum für zirka 6,5 Millionen Euro oder mit Versammlungsraum für in etwa knapp 6,8 Millionen Euro.

Nach den Vorstellungen des Stadtrates stehen die Straßenbezeichnungen für das Neubaugebiet Lehmweg mit bis zu 96 Bauplätzen und einem Zentrum mit Kita- und Krippenplätzen fest. Die derzeitigen Planstraßen A bis F erhalten in der Reihenfolge die Bezeichnungen Otterweg, Kranichweg, Fasanenweg, Hasenweg, Fuchsweg und Marderweg. Die Mitglieder des Ortschaftsrates Oebisfelde haben nun die Möglichkeit, diese Vergabe der Straßennamen zu erörtern und mögliche Änderungen vorzunehmen.