Oebisfelde l Statistiken spiegeln nie die ganze Wahrheit wider, sagen die, die Statistiken anzweifeln und auch die, die mit dem gleichen Zahlenwerk eine andere Erhebung erstellen und diese dann als die aussagekräftigste favorisieren. Für die von der Stadtverwaltung der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen angegebenen Zahlen gelten solche Annahmen nicht. Diese Wertermittlungen sind eindeutig.

Und so ist es Fakt, dass die Einwohnerzahl von glatten 14.000 Einwohnern mit Erstwohnsitz im Jahr 2018 bis zum 31. Dezember 2019 auf 13.859 gesunken ist. Dieses leichte Minus von 141 Personen vergrößert sich hingegen deutlich, wenn der Anteil von Menschen mit Zweitwohnsitz innerhalb der Einheitsgemeinde hinzugezogen wird. Waren es bis Ende 2018 noch 599 Einwohner mit einem Zweitwohnsitz, so verzeichnete die Statistik Ende 2019 nur noch 239 Personen. Summa summarum leben 14.098 bei der Stadtverwaltung registrierte Einwohner per 31. Dezember 2019 in der Einheitsgemeinde.

141 Bürger weniger

Die Zahl der Geburten wird im Rathaus als stabil gewertet und mit einem leichten Zuwachs gelistet. Im Jahr 2018 erblickten insgesamt 110 Neugeborene aus der Einheitsgemeinde das Licht der Welt. Per Jahresende 2019 wurden 114 neue Erdenbürger in die Familien-Stammdaten eingetragen, war aus dem Rathaus zu erfahren. Und auch das gehört zur Aufgabe der Verwaltung: Im vergangenen Jahr waren 57 Sterbefälle zu beurkunden.

Erfreulicher, wenn auch dort mit einem leichten Minus, fällt die Auskunft über Trauungen aus. Nach dem Hoch im Jahr 2017 mit 74 Trauungen verringerte sich die Anzahl dieser Zeremonien für das Lebensglück auf 64 im Jahr 2018 und nochmals um zwei Trauungen bis Ende 2019, lauteten die Informationen von Standesbeamtin Ingrid Kühne-Reppin.

Heiraten im Trend

Nach wie vor rangiert das Trauzimmer im Rathaus Oebisfelde in der Beliebtheitsskala mit 48 Eheschließungen 2019 an vorderster Stelle. Es folgen die Trauungsangebote im Oebisfelder Burgverbinder mit zehn Terminen und das Rathaus in Weferlingen mit vier Trauungen. Nachdem die Umbauarbeiten am Oebisfelder Burgensemble abgeschlossen sind, kann sich auch dort im Rittersaal wieder das Ja-Wort gegeben werden. Immerhin war dies neun Mal im Jahr 2018 der Fall.

„Hochzeithalten“, das bleibt auch weiterhin die beliebteste Form von Zweisamkeit, meint die Standesbeamtin mit Blick auf das aktuelle Jahr. Für den 20.2.2020 liegen bereits mehrere Anmeldungen vor, um den Bund der Ehe einzugehen. Dabei spielt das Alter weniger eine Rolle, wie Kühne-Reppin weiß. Das Ja-Wort geben sich Liebespaare bis hin zum gesetzten Alter, so ihr Blick in die Übersicht. Und auch die Trauung zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren ist mittlerweile durchaus keine Ausnahme mehr. „Für mich spielt die Gleichgeschlechtlichkeit keine Rolle. Ich besiegele alle Eheversprechen gleich wertschätzend“, so die Standesbeamtin.