Vorstands-Rundgang

Grüne Oasen und Brachen im Kleingartenverein Oebisfelde entdeckt

Frühjahrsrundgang im Kleingartenverein Oebisfelde: Aufgrund der Corona-Pandemie sahen sich die Mitglieder des Vorstandes erst jetzt die zirka 100 Parzellen an.

Von Jens Pickert
Als verunkrautete Brachen bezeichnete Vereinschef Peter Schmidt die heruntergekommenen Parzellen. Insbesondere in der Kleinartenanlage III gibt es davon einige.
Als verunkrautete Brachen bezeichnete Vereinschef Peter Schmidt die heruntergekommenen Parzellen. Insbesondere in der Kleinartenanlage III gibt es davon einige. Foto: Jens Pickert

Oebisfelde - Peter Schmidt, seit vielen Jahren Vorsitzender der „Laubenpieper“ – dem Verein gehören knapp 110 Frauen und Männer an - brachte es nach schweißtreibendem Rundgang bei der Auswertung der Besichtigung auf den Punkt: „Wir sind zufrieden. Mit den üblichen Ausnahmen befinden sich die Parzellen in einem sehr ordentlichen Zustand.“ Das treffe vor allem auf die Gärten in der Anlage I an der Salzwedeler Straße zu. Dort konnten teilweise grüne Perlen besichtigt werden. Verbesserungswürdig sei das Aussehen von Gärten in der Anlage II an der Straße Zum Klärwerk. Dort gebe es mehrere Parzellen, die nur noch als verunkrautete Brachen durchgingen, obwohl Pächter beziehungsweise Eigentümer vorhanden seien. Mit Blick auf beide Anlagen müssten die Gärtner darauf achten, dass ihre Abschnitte des Hauptweges konsequent von Unkraut sauber gehalten werden. Insgesamt spricht der Vorstand den Gärtnern aber ein Lob aus. „Wir hatten schon Zeiten, in denen Parzellen in beiden Anlagen ein trostloses Dasein fristeten und kaum Besserung in Sicht war. Das hat sich zum Glück geändert“, betonte Peter Schmidt.

Auswirkungen auf die positive Entwicklung habe nach Meinung des Vorstandes auch die Pandemie gehabt. „Es gab die Lockdowns und Kurzarbeit. Einige unserer Mitglieder haben dadurch offenbar viel Zeit in die Pflege ihrer Gärten investiert. Dies hat sich gelohnt“, sagte der Vereinschef.

Apropos Corona: Bundesweit wurde vermeldet, dass aufgrund der Lockdowns das Interesse an Kleingärten gestiegen sei. Peter Schmidt konnte dies bestätigen: „Ich möchte das bei uns als Schlangestehen bezeichnen. Wir hatten und haben weiterhin viele Anfragen. Vor allem junge Familien haben Interesse.“ Die Nachfrage sei größer als das Angebot. Allerdings gehe in puncto Kauf oder Pacht von Parzellen nicht alles über den Tisch des Vorstandes. Denn der Großteil der Gärten würde sich in privatem Eigentum befinden. „Daher kümmern sich die Eigentümer oft selbst um Verpachtung oder Verkauf“, betonte der Vorsitzende.

Jahresversammlung wird nachgeholt

Die Pandemie hatte aber auch negative Auswirkungen für den Vorstand. Sitzungen waren über Monate nicht möglich. Ausfallen musste zu Beginn des Jahres die Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vorstandes. Der Rückblick sowie die Wahl sollen nachgeholt werden – am Freitag, 27. August. Dazu Peter Schmidt: „Versammlung und Wahl wollen wir mit unserem Vereinsgrillen verbinden. Dazu bauen wir wieder ein Zelt auf dem zweiten Parkplatz vor der Anlage II auf. Los geht es um 17 Uhr.“ Eingeladen seien alle Kleingärtner und zum gemütlichen Beisammensein auch interessierte Oebisfelder.

Für die Wahl des Vorstandes suchen die Frauen und Männer um Peter Schmidt übrigens noch einen Mitstreiter. „Petra Faatz wird aus privatem Grund den Vorstand verlassen. Wer Lust hat, in diesem mitzuarbeiten, kann sich jederzeit bei einem Vorstandsmitglied melden“, so Peter Schmidt.

Die Parzelle des Weddendorfers Frank Bartholomäus in der Anlage I befindet sich in einem hervorragenden Zustand.
Die Parzelle des Weddendorfers Frank Bartholomäus in der Anlage I befindet sich in einem hervorragenden Zustand.
Foto: Jens Pickert