Buchhorst l Integriert sind die Weidmänner in der Jagdgenossenschaft Buchhorst. Vorsitzender ist Jürgen Schulz. Der Buchhorster übt sein Ehrenamt seit einigen Jahren aus, und wird auch vier weitere Jahre an der Spitze der Genossenschaft stehen. Grund: Am Freitagabend wurde Jürgen Schulz während der Jahreshauptversammlung der Genossenschaft im Dorfgemeinschaftshaus als Vorsitzender wiedergewählt. Das Votum viel einstimmig aus.

Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden ebenfalls seine langjährigen Begleiter: Finanzer Bodo Lüdke sowie Schriftführerin Marita Konkiel. Allerdings signalisierte Jürgen Schulz, dass er seine letzte Amtsperiode in Angriff nehmen wird. „Trotzdem Jürgen für eine geradlinige und kompromisslose Linie steht, arbeiten wir mit ihm und seinen Mitstreitern im Vorstand seit vielen Jahren auf das Beste zusammen. Sollte nach vier Jahren Schluss sein, wäre das sehr schade“, sagte Weidmann Hagen Müller.

Doch noch ist es nicht soweit. In den kommenden vier Jahre werden Genossenschaft und Jägerschaft wie in den vergangenen Jahren weiterhin „respektvoll zusammenarbeiten“, wie es der Vorsitzende formulierte.

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„Unsere Weidmänner sind nicht nur äußerst treffsicher im Revier unterwegs, sondern auch die Hege und Pflege kommt bei ihnen nicht zu kurz. So wurden im abgelaufenen Jagdjahr beispielsweise keine Wildschäden gemeldet. Zur Hege und Pflege gehören meiner Meinung nach auch die regelmäßigen Müllsammel-Aktionen der Jägerschaft“, erklärte Jürgen Müller.

Die Genossenschaft selbst ist indes auch ein wichtiger gesellschaftlicher Faktor in Buchhorst. Dazu Finanzer Bodo Lüdke: „Wir haben im vergangenen Jahr erneut verschiedene Projekte finanziell unterstützt. Ich denke, das wird auch in diesem Jahr der Fall sein.“

Busreise, Senioren und Dorffest werden in diesem Jahr unterstützt

Das war es dann auch. Ohne Gegenstimme beschlossen die Genossenschaftler die geplante Busreise der Jäger nach Dresden, mitreisen werden auch Genossenschaftler, mit 500 Euro zu unterstützen. Freuen können sich ebenfalls die Senioren der Gemeinde über 200 Euro. Zudem sollen 500 Euro aus der Kasse für das Bezahlen der Kapelle anlässlich des Dorffestes fließen.

Finanziell gut aufgestellt

Leisten kann sich die Genossenschaft die relativ großzügige Unterstützung, weil sie finanziell sicher aufgestellt ist und mit Bodo Lüdke einen Kassenwart besitzt, der „tadellose Arbeit leistet“, wie es Kassenprüfer Wolfgang Schütte ausdrückte.

Einstimmig und ohne Diskussion durchgewunken wurde auch der letzte Beschluss der Versammlung, die Erhöhung der Pacht. Statt bisher 1 Euro pro Hektar müssen die Jäger künftig 1,10 Euro Pacht zahlen.

Bevor es zum gemütlichen Teil der genossenschaftlichen Zusammenkunft überging, wartete Weidmann Hagen Müller dann noch mit dem Ergebnis der Strecke auf. „Um es kurz zu sagen, es war eines der besseren Jagdjahre“, informierte der erfahrene Jäger.

Erfreulich sei vor allem das Resultat beim Rotwild. 14 Tiere, so viel wie noch nie, wurden gezählt. Allerdings wurden nicht alle gestreckt. Vier Hirsche seien tot im Revier aufgefunden worden. Grund seien sogenannte Forkelverletzungen gewesen. Diese entstehen, wenn sich die Hirsche in der Brunftzeit bekämpfen und sich mit den Forkeln ihrer Geweihe Verletzungen zufügen.

Herausragend sei auch die Strecke beim Schwarzwild gewesen. 65 Wildschweine – nur 1996 gab es mit 85 mehr – liefen den 18 Weidmännern vor die Jagdwaffen.