Oebisfelde l Es lag bereits vor Beginn der Jahreshauptversammlung eine unausgesprochene Spannung in den Reihen der Sängerinnen vom Frauenchor Wassensdorf. Mit weiblichem Gespür für kritische Situationen und deren Bewältigung schaffte es die Frauenriege am Mittwoch im Verlauf der Versammlung im Oebisfelder Gasthaus an der Aller jedoch, die Weichen in Richtung Zukunft im Einklang und zum Wohl der seit über 60 Jahren bestehenden Chorgemeinschaft zu stellen.

Stein des Anstoßes war eine von einem Vorstandsmitglied gefasste Entscheidung bei den Planungen aus Anlass des gemeinsamen Chorfestes mit dem Männergesangverein Oebisfelde im vergangenen Jahr. Dieser Vorschlag, der den öffentlichen Tanzabend betraf, setzte sich aber letztendlich nicht durch, sorgte vielmehr für Gesprächsstoff. Letztendlich gilt es festzuhalten, so die Formulierung im Jahresbericht, dass dieses Fest zu einem großen repräsentativen Erfolg für beide Chöre gelang.

In ihren weiteren Ausführungen im Rückblick auf die Jahre 2018 und 2019 betonte Angelika Schliephake für die gesundheitlich verhinderte Vorsitzende Lucy Beckroth, dass der Frauenchor dank des Engagements von Chorleiterin Bärbel Folgner an Qualität hinzugewonnen hat. Die zahlreichen öffentlichen Auftritte haben auch dazu geführt, dass der Chor an aktiven Sängerinnen deutlich zugelegt hat. So gehören seit dem zurückliegenden Berichtszeitraum Sünje Krug, Sabine Braumann, Nicole Sobotta, Marina Jablonski, Renate Jaitner und Jutta Böse dem Frauenchor an. Mithin ist das Ensemble nun mit 26 Sängerinnen sehr gut besetzt.

Sängerinnen verabschiedet

Zwei Sängerinnen werden das Klangbild zukünftig nicht mehr verstärken: Die Wassensdorferin Gudrun Müller bereicherte das Klangbild des Chores seit 1979. Und Inge Widdecke brachte sich seit 1969 mit ihrer Gesangsstimme in den Chorreigen ein. Chorleiterin Bärbel Folgner gehört dem Chor seit über 40 Jahren an. Sie attestierte dem Ensemble einen qualitativen Zugewinn, der insbesondere bei den Konzertauftritten ein klasse Klangbild abgibt. Höhepunkte sind dabei das alljährliche Frühlingssingen und die Begleitung mit dem Männergesangverein Oebisfelde bei der Christvesper.

Der Wassensdorfer Frauenchor ist für die zukünftigen Vorhaben und Veranstaltungen finanziell recht gut, aber mit dem alten wie neugewählten Vorstand bestens aufgestellt, so das Votum der Versammlung. Aufgrund von sich anbahnendem Nachwuchs tritt Lucy Beckroth etwas kürzer und wechselte von der Verantwortung als Vorsitzende zum Amt der Notenwartin. Den Vorsitz übernahm Angelika Schliephake. Als Stellvertreterin fungiert Sophie Herzog, während Dagmar Gollnow weiterhin über die Chorkasse wacht. Für die Historie, Protokolle und so manch andere wichtige Dinge hat sich Steffi Wetterling für weitere zwei Jahre als Schriftwartin wählen lassen.

Als Gäste weilten Marius Rohde und Karsten Aldinger vom MGV Oebisfelde beim Frauenchor. Sie sprachen gleich mehrere Einladungen für gemeinsame Aktivitäten aus.