Oebisfelde l Ein Frontabschnitt ist dabei der Preis je verbrauchter Kilowattstunde. Der betrug bislang 32 Cent. Seit Freitagabend nicht mehr. Der Preis für diese Energieeinheit wurde nach einem Beschluss, der bei einer Gegenstimme durchgewunken wurde, auf 37 Cent angehoben.

Dabei standen zwei Vorschläge auf der Agenda: Das Anheben auf zwei Cent sowie die vom Vorsitzenden Schmidt favorisierte Erhöhung um fünf Cent. „Ich plädiere für die Erhöhung um fünf Cent. Dann haben wir, wie es Peter auch ausgeführt hat, für einige Jahre, mit Blick auf weitere mögliche Preissteigerungen, Ruhe“, erklärte Gärtner Hartmut Rother. Die anwesenden „Laubenpieper“ schlossen sich seiner Meinung, bis auf die erwähnte Gegenstimme, an.

Ein zweiter Beschluss betraf indes nicht die Allgemeinheit, sondern konkret nur vier Garteneigentümer, beziehungsweise Pächter. Dazu Kassenwart Christian Göring: „Seit inzwischen vielen Jahren drängt der Vorstand auf den Wechsel der Stromzähler auf den einzelnen Parzellen. Denn viele Zähler stammten noch aus DDR-Zeiten und lieferten, weil inzwischen viel zu alt, ungenaue Daten. Unserem Ersuchen sind nur vier Gärtner, aus welchen Gründen auch immer, nicht nachgekommen. Der Vorstand hat nun beschlossen, diese Gärtner mit einer Säumnisgebühr in Höhe von 50 Euro zu belegen. Die Gebühr ist, falls die Zähler nicht gewechselt werden, jedes Jahr zu bezahlen.“ Auch diesem Vorschlag schlossen sich die Kleingärtner bei einer Gegenstimme an.

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Apropos Kassenwart: Dem attestierten die beiden Kassenprüfer Hartmut Rother und Michael Sander eine „äußerst saubere Arbeit“. „Die Kasse wird von Christian Göring sehr vorbildlich geführt“, lobte Revisor Sander, während sein Mitstreiter Rother anmerkte: „Unser Verein hat wunderbar gewirtschaftet. Sehr großen Anteil daran hat unser Kassenwart. Ich hoffe, dass er seine Arbeit noch einige Jahre so engagiert fortsetzt.“

Das wird auch nötig sein, da der Verein vor einem finanziellen Kraftakt steht: Die Engergieanlage in der Gartenanlage II, die sich zwischen der Breitenroder Straße und der Straße zum Klärwerk befindet, muss saniert werden.

Zu diesem Zweck hat der Verein ein seit einigen Jahren existierendes Umlagekonto eingerichtet. Auf das zahlen die Vereinsmitglieder jeden Jahr 25 Euro ein. Mit dem Geld von diesem Konto soll nun die Erneuerung der Energieanlage in Bälde angeschoben werden, wie es Vorsitzender Schmidt formulierte.

Eigenleistungen notwendig

„Wir haben im Vorstand über mehrere Kostenvarianten diskutiert und haben eine favorisiert, über die wir in Kürze informieren werden. Klar ist aber, dass wir ohne Eigenleistungen, wie beispielsweise das Verlegen des Hauptkabels, die Erneuerung nicht stemmen können. Klar ist auch, dass ab Parzelle jeder Gärtner für das weitere Verlegen auf seinem Grund und Boden selbst verantwortlich ist“, informierte Peter Schmidt.

Außerdem schob der Vorsitzende wuchernden Bauland-Spekulationen einen konsequenten Riegel vor: „Es wird immer wieder gemunkelt, dass unser Gartenland Bauland werden könnte. Das wird aber nicht der Fall sein. Unser Gartenland ist Bodenreformland. Da gibt es ganz klare gesetzliche Regelungen. Da ist kein rankommen. Wer trotzdem weiter spekuliert, sollte sich einmal gründlich informieren.“ Bedauert wurde vom Vereins- chef indes, dass der beliebte Grillnachmittag des Vereins im vergangenen Jahr ausfallen musste. „Leider konnten wir unser Treffen aufgrund langfristig geplanter Termine von Vorstandsmitgliedern sowie Erkrankungen nicht organisieren. In diesem Jahr wollen wir dieses Fest aber wieder in Angriff nehmen. Vorgesehen ist der 1. August“, kündigte Peter Schmidt an.

Bei der Vorbereitung hofft der Vorstand auch auf Unterstützung von Gärtnern, die nicht dem Vorstand angehören. In der Vergangenheit hätten dabei stets Michael Sander und Henry Faatz eine wichtige Rolle gespielt. „Dafür möchten wir uns noch einmal bedanken“, so der Vorsitzende.

Zum Abschluss wies Vorsitzender Schmidt darauf hin, dass das Verbrennen von Gartenabfällen im Bördekreis nicht mehr gestattet ist. „Viele verstehen das Verbot nicht, weil zum Beispiel im Altmarkkreis weiterhin ,gezündelt‘ werden darf, doch so wurde entschieden. Außerdem verbietet das Bundesnaturschutzgesetz vom 1. März bis 30. September das Schneiden von Hecken oder diese bis auf den Boden zu kappen. Das betrifft auch ,lebende Zäune‘, Gebüsche und andere Gehölze“, betonte der Gartenchef.