Oebisfelde l Ein typisches Geschäft, das gerade in der Vorweihnachtszeit durch den Geschenkekauf kräftige Zuwächse erfährt, ist das Juwelier- und Uhrengeschäft von Dietmar Grabow. Die erneute Schließung des Geschäftes trifft den Kaufmann wie ein Schlag ins besagte Kontor.

Nachdem die Mitteilung über die unmittelbar bevorstehende Schließung weiter Teile des öffentlichen Lebens am Sonntag mit großer Medienpräsenz alle Wohnzimmer in Oebisfelde erreicht hatte, kam es bereits am Montagvormittag zu einem deutlich verstärkten Kaufverhalten in den Geschäften mit Lebens- und Verbrauchsmitteln, aber auch überall dort, wo eine Auswahl an Geschenkartikeln zu haben war. Parkplatznot vor den Einkaufszentren in Oebisfelde, Velpke und Vorsfelde verdeutlichte dieses Kaufverhalten.

Einzelhandelskaufmann Dietmar Grabow bringt für Käufer wie für Gesundheitsschützer und Politik gleichermaßen Verständnis auf. „Das allerdings darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Einzelhandel erneut die Geschäfte schließen muss, fest einkalkulierte Einnahmen abermals wie Seifenblasen zerplatzen, gerade in einer Hochphase für den Einzelhandel. Das ist nicht nur für mich eine bittere Zeit.“ Trotz eines Kundenplus‘ am gestrigen Montag könnten die Umsätze wie in den Vorjahren nicht erreicht werden, beklagt Dietmar Grabow. Er hofft deshalb auf ein rasches Ende der Corona-Pandemie, zumindest aber auf eine unter der Last der Pandemie auf Dauer zu garantierenden wirtschaftlichen Stabilität.

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Kita-Betreuung anfangs noch unklar

Während dem Einzelhandel bewusst ist, dass ab Mittwoch so gut wie alle schließen müssen, bleibt für die Kinderbetreuungseinrichtungen bislang nur Ungewissheit. Bürgermeister Hans-Werner Kraul hakte Montagnachmittag beim Landkreis Börde nach, erhielt aber lediglich die Auskunft, dass es am Abend eine Telefonkonferenz mit dem Landrat geben wird.

Auch in den Schulen wurde ab Montagfrüh auf eine Weisung der Landesschulbehörde fieberhaft gewartet. Viele Eltern waren verunsichert, „was denn nun wie wird“, war aus einer Grundschule zu erfahren. Und auch an der Sekundar- und Gemeinschaftsschule konnte in Sachen Shutdown nichts weiter in Erfahrung gebracht werden, als auf eine Regelung zu verweisen, die im Zulauf sein sollte. Auf der Homepage der Schule ist zu entnehmen, „dass das Land Sachsen-Anhalt die Präsenzpflicht an den Schulen für die Jahrgangsstufen fünf bis zehn ab Mittwoch, 16. Dezember, aufhebt. Die Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn wechseln in den Distanzunterricht und erhalten von den Fachlehrern Aufgaben für den Zeitraum vom 16. bis 18. Dezember. Nach jetzigem Kenntnisstand startet der Unterricht für alle Schüler wieder am 11. Januar 2021.“

Die Grundschule an der Aller konnte lediglich informieren, „dass bis zum jetzigen Zeitpunkt – gemeint ist der 13. Dezember, 17:50 Uhr – noch keine verbindlichen Aussagen für die nächsten Schultage seitens des Ministeriums vorliegen“. Das hatte auch noch bis zum Redaktionsschluss Gültigkeit.