Oebisfelde l Bei der Bereisung des Naturpark Drömling am Freitag durch die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt, Claudia Dalbert, ging es um den Nachweis von eingesetzten öffentlichen Gelder im Rahmen von Umweltsofortmaßnahmen. Exakt handelt es sich um 1,4 Millionen Euro für fünf Komplexe mit 99 Einzelmaßnahmen, wie die Landespolitikerin von Bündnis 90/Die Grünen in einem knappen Pressegespräch informierte. Es handelt sich dabei größtenteils um fertige oder fast abgeschlossene Projekte an regionale mittelständische Bau- und Planungsunternehmen. Angesprochen auf die Entwicklung des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Drömling geht die Ministerin davon aus, dass auf allen Ebenen ein gutes Miteinander herrscht und die Entstehung dieser Biosphäre im Fluss sei. Positiv auch ihre Einschätzung für die Planstellenvergabe im Bereich Regionalentwicklung. Die Ministerin sprach von ersten Bewerbungsgesprächen im kommenden Januar. Das bedeutet, dass die Stelle „Regionalentwicklung, Tourismus und Vermarktung“ kurzfristig besetzt sein wird, freute es wiederum den Leiter der Naturparkverwaltung Drömling, Fred Braumann. Grundsätzlich, so die Planung der Naturparkverwaltung, sollen insgesamt drei solcher Stellen jedoch mit unterschiedlichen Finanzierungsquellen geschaffen werden.

Stipvisite zu den Projekten

Einen Blick in die Zukunft wagte hingegen das Mitglied des Landtags (MdL) in Sachsen-Anhalt, Dorothea Frederking (Bündnis 90/Die Grünen). Sie ist überzeugt davon, dass der Einsatz des Wirkstoffes Glyphosat in der Landwirtschaft binnen der neu gefassten Duldungszeit von fünf Jahren verschwunden sein wird.

Per VW-Bus und auch mit kurzen Fußwegen informierte sich die Ministerin bei Buchhorst über die Wiederherstellung verlandeter Weiher und Kleingewässer, während am Weddendorfer Damm der Ministerin die aufwendige Pflege von Weiden aufgezeigt wurde. Am Hainhorster Weg, südöstlich von Niendorf, präsentierte Wolfgang Sender von der Naturparkverwaltung den Rückbau von Stauanlagen, das Durchlässen sowie Weichholzpflanzungen auf Gewässerrandstreifen. Die Informationstour endete am Jeggauer Moor. Dort wurden wieder moortypischer Lebensräume geschaffen.