Buchhorst l Das äußerst mobile Bekämpfungsteam soll den für die Raupen vernichtenden Sprühnebel bis Anfang kommender Woche in den bewohnten Gebieten mit Eichenbeständen von Buchhorst und Umgebung ausgebracht haben, erläutert Ordnungsamtsleiter Detlef Meyer die geplante Strategie. Dann folgen Einsätze in Breitenrode, Bösdorf und Etingen. „Überall dort, wo uns gefährdete Orte gemeldet wurden oder uns eine mögliche Gefährdung der Gesundheit bereits bekannt ist, ob Privatgrundstück oder kommunaler Bereich, wird der Sprühnebel ausgebracht“, versichert Meyer. Um möglichst schnell, umfassend und effizient zu arbeiten, ist Eckhard Brosig vom städtischen Wirtschaftshof mit dem Bekämpfungspersonal eines Fachbetriebes aus Biederitz unterwegs. Dessen Berater Mario Thomas erläuterte die Wirkungsweise des Bio-Insektizids „Foray ES“: „Der ausgebrachte Sprühnebel legt sich ähnlich eines Schleichers über das bereits ausgetriebene Blattgrün der Eichen. Das Mittel ist klebrig und haftet dauerhaft. Einmal von den EPS-Raupen aufgenommen, hemmt es den Fresstrieb derart, dass die Raupen verhungern“.

Weil das Bio-Insektizid als nicht schädlich für Bienen, Insekten und Fische eingestuft ist, so Thomas, wurde das Mittel in einem Fall in Brandenburg durch seinen Fachbetrieb per kommunaler Verordnung auch gewässernah eingesetzt. Dieses Vorgehen ist allerdings ein Tabu in der Kommune Oebisfelde-Weferlingen.

Heidrun Grabow von der Bürgerinitiative gegen den EPS-Schädling mit gesundheitsgefährdendem Potenzial sprach am Montag von einem Meilenstein, der geschafft wurde. Sie dankte Börde-Landrat Martin Stichnoth und Bürgermeister Hans-Werner Kraul für das gezeigte spürbare Engagement. Insbesondere lobte sie den Stadtrat, der durch die Freigabe von eigentlich gebundenen Finanzmitteln für den Breitbandausbau diese für den Schutz der Einwohner von Buchhorst wichtige Bekämpfung erst ermöglicht hat. Sie hofft, dass die Landesregierung die Zusage einhält, die Kosten für diese Bekämpfung fast vollständig zu erstatten.