Oebisfelde l Wie Kinder im Zeitalter von Smartphones, sozialen Netzwerken und Spielekonsolen für Grundwerte der Gesellschaft und im christlichen Glauben begeistert werden können, das zeigte dieses Fest für Schulanfänger am Sonntag im Pfarrgarten der evangelischen Kirchengemeinde im Besonderen auf. Ein Grundpfand, das solch ein Fest gelingen kann, sind die Eltern, die diese Art der Lebensberatung im Kindesalter unterstützen, meint die Gemeindepä­dagogin der Kirchengemeinde Oebisfelde, Susanne Gätzschmann. Sie hatte an diesem Nachmittag die Dramaturgie für eine Szenerie übernommen, die speziell darauf hinwies, dass Muthaben durchaus lohnenswert sein kann. Diese Ansicht wurde durch ein Laienspiel über den im Alten Testament erzählten Streit der Israeliten mit den Philistern durch Einschüler gemeinsam mit Vor- und Konfirmanden aufgeführt und bekräftigt.

Einschüler zeigen Schlüsselszene

Die Schlüsselszene spielte dabei der Kampf von David, der im Vertrauen auf Gott und aus Liebe zu seinem israelitischen Volk den Riesen Goliath besiegte. Für die Erwachsenen tat sich die Szene als Parabel auf, deren Lösung sie selbstverständlich kannten. Für die Kinder blieb die Erkenntnis, dass sich mit Mut sprichwörtlich auch Berge versetzen lassen können.

Dass dieses Bergeversetzen auch zukünftig im Schulalltag funktionieren kann, das veranschaulichte Petra Schrader als Sprecherin für die Handpuppe „Fine“: Auch „Fine“ war in diesem Jahr eingeschult worden. Dass ihr dabei gar nicht wohl zu Mute war, das berichtete sie Karina Teuber, die die Rolle der Mutmacherin bei diesem Zwiegespräch übernommen hatte.

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„Fine“ symbolisierte viele Einschüler, die mit Schulbeginn ein unbekanntes Terrain mit ungewissen Anforderungen betreten, wohl wissend, dass es dabei kein Zurück gibt. Dass erzeugt begründete Angst bei den Kindern vor einem riesen Berg an Aufgaben, wie Eltern aus den Besucherreihen wussten.

Eltern und Lehrer als die Mutmacher

Die Mutmacherin zeigte der „Fine“ aber gleich mehrere Wege auf, wie diese Angstberge auch im 21. Jahrhundert ins Abseits versetzt werden können. Und sie nannte wichtige Helfer, wie Eltern und Lehrer, die Spaß und Freude für die Schulzeit machen sollen.

Selbstverständlich stand stets das Positive im Vordergrund an diesem Nachmittag. Sicherlich auch, weil sich ein Mensch ja bekanntlich stets zuerst und für lange Zeit an die erfreulichen Dinge des Lebens erinnert. Dabei kommt dem Mutmachen stets eine gewichtige Rolle zu, meinte Pfarrer Wolfgang Schwarzer, der durch den Schulanfänger-Gottesdienst führte.

Im weiteren Verlauf des Fests im Grünen unter Schatten spendenden Bäumen galt es, sich bei Geschicklichkeitsspielen den persönlichen Spaß zu gönnen, die Kaffeetafel zu genießen und das Schulanfängerfest beim Grillen ausklingen zu lassen.