Oebisfelde l Das nunmehr handfeste Problem für die Stadtverwaltung besteht in der Feststellung von Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch, dass es sich bei der Weitsprunganlage um einen maroden und bedauernswerten Zustand handelt, der umgehend beseitigt werden muss, weil Gefahr im Verzug besteht. In dieser Feststellung bekräftigt wurde Jacksch durch die Mehrheit der Mitglieder des Ortschaftsrates. Dort hatte Jacksch die dringende Angelegenheit zur Sprache gebracht.

Hinweis kam von einem Sportlehrer

Sie habe einen Hinweis von einem Lehrer der Oebisfelder Sekundar- und Gemeinschaftsschule bekommen, informierte die Ortsbürgermeisterin die kommunalpolitischen Vertreter. Die Weitsprunganlage, die auch von der „Drömlingschule“ für den Schulsport genutzt wird, hatte Jacksch persönlich bereits in Augenschein genommen und war über den Zustand empört, wie sie es selbst ausdrückte. Ihr Statement: „So etwas darf gar nicht mehr erlaubt sein.“ Meint damit die Einfassung der beiden Sprunggruben aus einem Betonrahmen. Und was die Absprungbretter angeht, so liegen die so gut wie lose im Erdreich. Verletzungen von Sehnen und Sprunggelenken sind da vorprogrammiert, schätzte Jacksch die Benutzung für den Schulsport ein. Eine Modernisierung, mindestens die Beseitigung des Gefahrenpotenzials, dürfe nicht am Geldmangel scheitern. Die Unversehrtheit der Schüler habe da eindeutige Priorität, stellte Jacksch eindeutig ihre Forderung heraus.

Als Mitglied der lokalen Leader-Aktionsgruppe „Rund um den Drömling“ weiß sie, dass entsprechende Förderprogramme dazu unter anderem vom Bund oder über die Leader-Gruppe existieren. „Wir müssen uns dafür einsetzen, dass die Sportanlage nicht länger in einem solchen Zustand bleibt“, appellierte Jacksch an den Ortschaftsrat.

Doch mit einer neuen Weitsprunganlage dürfte es frühestens im Jahr 2022 etwas werden: Die Prioritätenliste für 2021 ist nämlich bereits so gut wie abgeschlossen. Und das Haushaltskonsolidierungskonzept muss nach Einhaltung strikter Vorgaben fortgeschrieben werden.

Die schnellste Möglichkeit sei eine Sanierung aufgrund von „Gefahr im Verzug“, was ein unmittelbares Handeln der Verwaltung auslösen müsste. Für solch ein Vorgehen sprach sich auch WfO-Ortschaftsrat Marco Sobotta aus.

Gesamtpaket auf Jahre verteilen

Jacksch machte aber auf einen weiteren Mangel aufmerksam: Auch die Laufbahn muss nach so vielen Jahren endlich einen Anspruch erfüllen, der dem Schulsport gerecht wird. Letztendlich, so Jacksch, muss eine komplett neue Sportanlage her. Die partei- und fraktionslose Ratsfrau Saskia Whitehorn sprach sich für eine Teilung der Maßnahme aus. Das bedeutet, dass Gefahrstellen sofort zu beseitigen sind. Die weiteren Sanierungen sollten dann im Haushalt 2022 und folgenden zügig verwirklicht werden.

Bürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU) hat vollstes Verständnis für die Forderung. Ihn wundert es allerdings, dass seit Jahren keine Gefahrenpunkte auf der Sportanlage gemeldet wurden.