Oebisfelde/Breitenrode l Dass dieses Miteinander bestehen bleiben sollte, dafür sprach sich das Mitglied im Oebisfelder Ortschaftsrat Alexander Harms (Die Piraten) aus. Insbesondere regte er an, dass die ersten zarten Kontakte zwischen der Drömlingschule und den Schülern aus Lidzbark, die bei dem dreitägigen Besuch in Breitenrode einen Einblick die Oebisfelder Schule erhielten, durchaus ausgebaut werden sollten.

Mit Schulleitung ins Gespräch kommen

Das Interesse seitens der Schüler ist auf beiden Seiten vorhanden, einen Schüleraustausch stehe also grundsätzlich nichts entgegen, so der Anstoß von Harms.

Auf Vorschlag von Harms hin, will die Arbeitsgemeinschaft Städtepartnerschaft nun mit der Schulleitung ins Gespräch kommen, um zu sondieren, ob solch ein Vorhaben überhaupt Chancen der Umsetzung besitzt. Alle weiteren, sich aus den Gesprächen ergebenden Planungen könnten dann ohne Zeitdruck folgen.

Die Arbeitsgemeinschaft sah dieses Vorhaben Schüleraustausch als feine Sache an. Beispiele aus Weferlingen und Haldensleben zeigen auf, dass solche Partnerschaften über weite Entfernungen durchaus eine beständige Zukunft hätten, sagte Jacksch.

Breitenroder treten künftig kürzer

Eines wurde bei dem Rückblick auf die großartig abgelaufene Veranstaltung aus Anlass des 50-jährigen Bestehen der Blaskapelle Breitenrode im Gleichklang mit der Städtepartnerschaft Lidzbark – Stadt Oebisfelde deutlich: Ohne das besondere Engagement der Breitenroder Dorfbevölkerung wäre diese dreitägige Feier niemals so gelungen. Eine Erkenntnis, die Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) mehrmals an Montagabend im Burgverbinder herausstellte.

Dass da schon eine Menge Herzblut dabei war, das bestätigte auch Torsten Pioch, Vorsitzender und Leiter der Blaskapelle. Pioch informierte die Arbeitsgemeinschaft, dass die Breitenroder Musiker zukünftig nicht mehr in einem solchen Umfang für die Pflege der Städtepartnerschaft bereitstehen können und wollen. „Wenn wir als Musikensemble zukünftig die Kontakte zu den uns wirklich ans Herz gewachsenen polnischen Freunden pflegen, geschieht das ausschließlich als Verein“, erklärte Pioch. Er bemängelte eine grundsätzliche Müdigkeit bei den Vereinen der Stadt, die die Gastfreundschaft der Lidzbarker zwar genossen, aber die Partnerschaft danach nicht weiter sonderlich belebt hätten. Städtepartnerschaft muss im Miteinander mit Leben erfüllt werden, so Pioch.

Ortsbürgermeisterin Jacksch bedauerte diesen Rückzug, dankte Pioch aber für seinen nimmermüden Einsatz, die Veranstaltung finanziell abzusichern. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Fördermittel in Höhe von knapp über 6000 Euro noch so rechtzeitig von der Staatskanzlei freigegeben wurden, so dass die Veranstaltung überhaupt stattfinden konnte – andernfalls wären sogar Absagen erforderlich geworden. Und auch die Abrechnungsunterlagen wurden von Pioch in einwandfreiem Zustand vorbereitet, so dass dieser Tage die korrekte Verwendung der Förderung anerkannt wurde. Die Fördermittel wurden jedoch nicht komplett in Anspruch genommen, informierte Pioch. Gut 1000 Euro hätte er in den Fördertopf zurücküberwiesen.

Zum Gelingen des Festes hätten viele helfende und spendende Hände beigetragen, sieht Pioch die Veranstaltung auch durchaus als Kraftakt des guten Willens und einer besonderen Partnerschaft.