Vorschläge gesucht

Tierische Namen für die Straßen des neuen Baugebiets am Weddendorfer Lehmweg stehen oben auf der Liste

Möglicherweise noch in diesem Jahr könnten im Baugebiet Lehmweg, Abschnitt Weddendorf, die ersten Wohnhäuser errichtet werden. Darüber informierte Investor Jörn Koschnick während der offiziellen Eröffnung des Baugebietes mit dem ersten Spatenstich. Jetzt geht es um die Straßennamen.

Von Jens Pickert
Auch die Erschließungsarbeiten zum Bau der neuen Kindertagesstätte am Lehmweg in Weddendorf haben vor kurzem begonnen. Errichtet wird  die Kita unmittelbar neben  dem unbefestigten Stadtweg.
Auch die Erschließungsarbeiten zum Bau der neuen Kindertagesstätte am Lehmweg in Weddendorf haben vor kurzem begonnen. Errichtet wird die Kita unmittelbar neben dem unbefestigten Stadtweg. Foto: Jens Pickert

Weddendorf - Vom Hausbau sowie dem Bau der neuen Kindertagesstätte (Kita) ist auf dem weitläufigen Areal zwischen Stendaler Straße beziehungsweise Drömlingsstraße und dem unbefestigten Stadtweg noch nichts zu sehen. Denn zunächst muss das über Jahrzehnte landwirtschaftlich genutzte Gebiet erschlossen werden. Im Bereich der vorgesehenen Wohnhäuser wurde damit bereits vor Wochen begonnen. Gestartet sind ebenfalls die Erschließungsarbeiten für die Kita, die unmittelbar neben dem Stadtweg gebaut werden soll. Zu den Erschließungsarbeiten gehört auch der Straßenbau.

Sechs Straßen sind vorerst vorgesehen. Und es gibt schon einen ersten Vorschlag, wie die Straßen möglicherweise benannt werden könnten: Otterweg, Kranichweg, Fasanenweg, Hasenweg, Fuchsweg und Marderweg. Diese Namen sind, weil es Vorschläge sind, noch nicht bindend. Änderungen sind möglich. So zum Beispiel durch die Mitglieder des Oebisfelder Ortschaftsrates. Sie treffen sich am Dienstag, 15. Juni, ab 19 Uhr zu ihrer Sitzung im Rittersaal und diskutieren über die eventuellen Straßennamen.

Aber auch die Oebisfelder Einwohner selbst können sich einbringen. Bis zum 15. Juni können sie Vorschläge an die Verwaltung mailen - info@stadt-oebisfelde-weferlingen.de - oder schriftlich im Rathaus abgeben. Die eingebrachten Vorschläge werden dann bei der möglichen Namensfindung der Ortschaftsräte am 15. Juni mit einbezogen. Die Entscheidung über die Straßennamen treffen schließlich die Stadträte während ihrer Sitzung am 13. Juli.

Nicht immer eine glückliche Hand

Sollte es jedoch bei den vorgeschlagenen tierischen Straßennamen bleiben, wird das neue Baugebiet von den Oebisfeldern wohl den Spitznamen Tier-Viertel verpasst bekommen. Grund: Das gegenüberliegende Wohngebiet zwischen Goethestraße und Lehmweg, wird von den Einwohnern auch Dichter-Viertel genannt, da zahlreiche Straßen den Namen von bekannten Dichtern, Schriftstellern oder auch Komponisten tragen.

In der Vergangenheit hatten Oebisfelder Stadträte allerdings hin und wieder auch keine glückliche Hand beziehungsweise bewiesen wenig Einfallsreichtum bei der Namensgebung von Straßen. Ein Beispiel: Anfang der 1990er Jahre erhielten Abzweigungen der Salzwedeler Straße eigene Namen. So wurde aus dem Stichweg zur früheren Schuhfabrik der Breite Weg. Ein sicherlich akzeptabler Name.

Nicht zufrieden waren indes die Anwohner des benachbarten Abschnitts. Sie wohnten nun an der Straße Zum Klärwerk, weil ihre Straße zu den Abwasser-Anlagen führt. Die Vorschläge Feldmark und In die Feldmark fanden keine Beachtung.

Auch beim damals neu gebauten Weg an der Sparkasse in Richtung Promenade beziehungsweise Luna-Park fielen Vorschläge durch. Der gepflasterte Weg bekam den Namen Sparkassenweg verpasst. Die Vorschläge Ziegelwiese und Zur Ziegelwiese hatten keine Chance.

Anfang der 1990er Jahre erhielten Abzweige der Salzwedeler Straße eigene Namen. „Zum Klärwerk“ stieß auf wenig Gegenliebe.
Anfang der 1990er Jahre erhielten Abzweige der Salzwedeler Straße eigene Namen. „Zum Klärwerk“ stieß auf wenig Gegenliebe.
Foto: Jens Pickert