Oebisfelde l Der ganz große Andrang aufs Heiraten scheint vorbei zu sein. Wie Standesbeamtin Ingrid Künne-Reppin aufzeigt, trauten sich 2018 insgesamt 64 Paare den amtlich besiegelten Bund fürs Leben einzugehen. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 2017 immerhin 15 Eheschließungen weniger. Die Anzahl von 79 Trauungen ist schon bemerkenswert und hat uns im Standesamt auch einige Energie abverlangt, erinnert sich Künne-Reppin. Ob der Negativ-Trend anhält, das ist ungewiss, denn 25 Anmeldungen liegen für 2019 schon vor.

„Hochzeit machen“, dass stand in 2018 besonders am Sonnabend, 18. August, gleich bei fünf Paaren an. Darunter wohl auch die erste gleichgeschlechtliche Trauung zweier junger Frauen mit Wurzeln in der Oebisfelder Region. Mittlerweile ist dieses Brautpaar aber in ein südöstliches Bundesland verzogen.

Sicherlich ebenfalls ein seltenes wie glückliches Bild eines Hochzeitspaares war am Freitag, 19. Oktober, vor dem Oebisfelder Rathaus zu erblicken: Dort im Trauzimmer gaben sich der Oebisfelder Dirk Hinrichsen und die Chinesin Dandan Qian das Ja-Wort. Dabei könnte sich der volkstümliche Ausspruch bewahrheiten, dass Liebe keine Grenzen kennt. Die Ehe wurde dreisprachig besiegelt.

Standesbeamtin Künne-Ruppin kann sich aber auch noch ganz genau an den 7. Juli 2017 erinnern. Damals wurde quasi im Sprinttempo der Bund fürs Leben geschlossen. Gleich elf Paare trauten sich der Liebe wegen zu heiraten – bisheriger Rekord für Oebisfelde-Weferlingen.

Für 2019 scheint zunächst der September der Monat zu sein, den Paare vermehrt als Trauungstermin ausgesucht haben. Die Kombination mit der Zahl neun dürfte der auslösende Faktor sein, also der 9.?9.?2019 und der 29.?9.?2019. Doch immer noch wird der Wonnemonat Mai gern zum Heiraten ausgesucht. Wie auch immer, die Freude darauf, einen Bund fürs Leben zu besiegeln, ist bei Ingrid Künne-Reppin und ihren Kolleginnen immer wieder groß.