Stadtmarketing

Umbau auf Anfang 2018 verschoben

Die für den aktuellen Herbst vom Investor anvisierten Umbauten des Einkaufszentrums an der Magdeburger Straße in Oebisfelde sind verschoben.

Von Harald Schulz

Oebisfelde l Wie der städtische Wirtschaftsförderer Peter Schorlemmer weiß, soll das Vorhaben zu Beginn des kommenden Jahres angegangen werden. Die florierende Baukonjunktur fordert offensichtlich auch bei Großinvestoren unliebsamen Tribut: Die Umbauarbeiten des Oebisfelder Einkaufszentrums an der Magdeburger Straße wurden ins kommende Jahr verlegt, so die Information von Schorlemmer. In Anbetracht voller Auftragsbücher von Baufirmen und dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft fiel dieser Entschluss des Investors, erfuhr der Wirtschaftsförderer in Gesprächen mit dem Berliner Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich, JLL.

Das Berliner Unternehmen befasst sich federführend mit der Vermarktung der Gesamtimmobilie, plant auch die Umbaumaßnahmen während des laufenden Geschäftsbetriebes für die Edeka-Gruppe, sagt Schorlemmer. Was ihn jedoch die Wartezeit als akzeptabel erscheinen lässt, ist die Zusage, dass mit dem Edeka-Umbau dort dann künftig ein weitaus größeres Angebot an Drogerieartikel angeboten werden soll.

„Damit würde eine Versorgungslücke deutlich geschmälert, wenn nicht sogar geschlossen werden, die in Oebisfelde von der Öffentlichkeit seit Jahr und Tag bemängelt wird“, so Schorlemmer.

Was bei Schorlemmer für zusätzlichen Optimismus sorgt, ist die Zusage des Berliner Unternehmens ein Einkaufszentrum ohne Leerstand zu bieten. Interessenten können sich auch jetzt noch direkt telefonisch unter 030/889 27 89 17 02 über Angebote informieren, regt Schorlemmer an.

„Weshalb sich gerade in dem Segment Drogerieartikel so gut wie nichts weiterentwickelt hat, darüber kann nur spekuliert werden“, spielt der Wirtschaftsprüfer auf die Verschwiegenheit der Gesprächspartner aus dem Wirtschafts- und Investmentbereich an. „Sicherlich spielen Grundstückspreise und Interessenkollisionen eine nicht unbedeutende Rolle, weshalb selbst die Unterstützungen seitens der Stadt nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben“, schätzt der Experte ein.

Einen Marktführer mit einem seiner Drogeriemärkte nach Oebisfelde zu bekommen, ist nach Aussage von Schorlem-mer bislang ein Lotteriespiel geblieben. Interessenten wie Rossmann und DM benötigen bestimmte Verkaufsflächen und das dazugehörige Einzugsgebiet an Kunden. Nicht zuletzt muss dann der Nutzungspreis einer Immobilie für den Verpächter und den Pächter stimmig sein. Wir als Stadt können da lediglich bis zu einem Punkt beratend und moderierend aktiv sein“, weiß Schorlemmer um die Möglichkeiten der kommunalen Wirtschaftsförderung.

Nach Aussage des Wirtschaftsförderers existieren mehrere lokale Interessenten, die gerne einen Drogeriemarkt auf eigenen Grundstücken sehen würden. „Die Stadt ist mit in Gesprächen dabei. Wir sind am Ball und können uns so manches vorstellen, doch die Entscheidung über eine Ansiedlung liegt letztendlich nicht bei der Stadt“, so ein vielsagender Wirtschaftsförderer.