Oebisfelde l Problemstellen wie die Wassertretstelle und die Mühlaller an sich sowie Stellflächen von Altglascontainern sollen durch Sauberkeit wieder zum attraktiven Stadtbild passen. Das Thema flammte erneut bei der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrates Oebisfelde auf. Ratsherr Matthias Polep (WfO) monierte den Erhaltungszustand der Mühlaller im Durchfluss der Stadt. Die Verkrautung an zahlreichen Stellen ist nicht hinnehmbar, aber erst recht muss es nicht nur nach seiner Auffassung ein Ende mit Flaschen und Verpackungen geben, die am Grund des Gewässers lagern.

Damit waren die Mitglieder an der in der Mühlaller eingerichteten Wassertretstelle angelangt. Eigentlich ein idyllischer Erholungsort, um dessen Zustand sich Ratsherr Klaus Gerike (UWG) aus Buchhorst des Öfteren persönlich kümmert.

Doch dieses Kümmern reicht offenbar nicht aus, wie nicht nur Polep verdeutlichte. Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) sah ebenfalls erweiterten Handlungsbedarf in puncto Sauberkeit an und in der Wassertretstelle.

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Viel Geld geflossen

Wie Jacksch betonte, sei für das Einrichten der Wassertretstelle reichlich Geld geflossen. Dass dieser Ort der Ruhe und Entspannung nun nicht genutzt werden kann, das hat leider handfeste Gründe. Jacksch erläuterte, dass allein schon rund um die Wassertretstelle Abfall der unterschiedlichsten Art zu finden ist. Aber weitaus problematischer ist die Tatsache, so Jacksch, dass in dem feinsandigen Strand am und im Wasser mit Scherben gerechnet werden muss. Eine besondere Gefahrenquelle. „Wenn sich dort Mütter mit ihren Kleinkindern aufhalten, zieht es die Kinder unweigerlich zum Wasser. Aber die Glasscherben liegen vom Sand bedeckt nicht sichtbar am Grund der flachen Wasserstelle“, rät Jacksch zur Vorsicht.

Die Mitglieder des Ortschaftsrates raten aus diesen Gründen heraus einhellig, „nicht mit ungeschützten Füßen die Wassertretstelle zu nutzen. Es wird sogar vermutet, dass auf der gesamten Strecke, die mit einem Handlauf gesichert ist, Glasscherben im Wasser liegen. Wer auch immer Flaschen ganz oder als Scherben in der Wasserstelle entsorgt, handelt mit Vorsatz“, rügt der Ortschaftsrat mit einheitlicher Stimme.

„Die Sauberkeit in der Stadt insgesamt müsste insgesamt verbessert werden“, zog Ortsbürgermeisterin Jacksch ihr Fazit. Diese Erkenntnis ist so neu nicht, wie die Stellplätze für Altglascontainer im Gewerbegebiet West und an der Friedrich-Engels-Straße aufzeigen. Während sich die Situation dort etwas entspannt hat, was auch für Müllansammlungen auf der Rückseite der Wohnblocks zutrifft, häufen sich an den Altglascontainern im Industriegebiet West weiterhin in aller Regelmäßigkeit wilde Müllberge. Dort sind sogar Glasschrott und unappetitliche Reste abgeladen worden.

Der Heimatverein hat erst vor wenigen Tagen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die im Dämchen-Park vom Verein errichtete Infotafel war mit Graffiti wieder einmal besprüht worden. Auch eine Sitzbank musste erneuert werden. Alles wurde nun wieder von Vereinsmitgliedern auf Vordermann gebracht.