Oebisfelde l Ökologische und strukturelle Notwendigkeiten unter einem Hut zu bringen, das ist häufig nur durch Kompromisse zu erreichen. Im Falle der Umgestaltung des Staubauwerks der Krugaller in Oebisfelde sind beide Anliegen jedoch als sich ergänzende Maßnahme gelungen. Zudem ist ein Wasserbauwerk entstanden, das durchaus als touristische Bereicherung für die Allerstadt angesehen werden kann.

Zu diesem Fazit kamen die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt, Claudía Dalbert, und der Vorsitzende des Umweltausschusses im Landtag, Jürgen Barth (SPD) aus dem altmärkischen Lockstedt. Gut investiertes Fördergeld, meinten die Ministerin und der Landtagsabgeordnete im Verlauf ihrer Besichtigung des Bauwerks am Donnerstag.

Immerhin investierte das Land mehr als 139 000 Euro für die Durchgängigkeit des Fließgewässers und den Hochwasserschutz, wie der Geschäftsführer des Unterhaltungsverbands Aller, Andreas Löbe, der Inspektionsrunde erläuterte. Die Krugaller ist einer der Aller-Flussarme, die zwar ein kurzes, aber wichtiges Gewässer im Bereich der Stadt darstellt. Die Baumaßnahme trägt auch mit dazu bei, dass die Vernetzung des Aller-Hauptlaufs mit dem wertvollen Bereich des Landgrabens als Biotop im Lebensraum „Grünes Band“ ein komplexes Ganzes ergeben kann.

Bilder

Das Projekt, vom Unterhaltungsverband Aller in Zusammenarbeit mit der Stadt Oebisfelde verwirklicht, hat als Pilotprojekt einen hohen Stellenwert innerhalb des Umweltsofortprogramms, betonte Ministerin Dalbert im Gespräch mit Vertretern aus der Lokalpolitik. Mit zum Gelingen des Vorhabens habe dazu beigetragen, dass der Unterhaltungsverband Aller bereits über Projekterfahrungen verfügt. Beispielgebend wurde die Öffnung und Renaturierung des Johannesgrabens in Morsleben genannt.