Oebisfelde l Es ist wohl der Aufmerksamkeit eines Passanten und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr-Einsatzkräfte zu verdanken, dass dieser Küchen- oder Zimmerbrand in der Lindenstraße von Oebisfelde sich am Freitag gegen 23.30 Uhr nicht weiter ausbreiten konnte.

Der 32-jährige Zeuge, so die Information von der Polizei, hatte eine starke Rauchentwicklung an einem Wohnhaus an der Lindenstraße bemerkt. Er zögerte nicht, alarmierte über Notruf die Einsatzleitstelle. Das Personal löste Sirenenalarm für die Wehr der Allerstadt aus. Weitere Alarmierungen von Feuerwehren sind nach der Ausrückeordnung nach 18 Uhr nicht vorgesehen, müssten dann jeweils vom Einsatzleiter angefordert werden.

Die Einsatzlage war für Einsatzleiter Gunnar Haase zunächst unklar, aber dass ein Feuer in einer Wohnung wütete offensichtlich. Besonders heikel für die Löscharbeiten: Das Gebäude wird zu Wohnzwecken wie auch gewerblich genutzt. Und die dichte Bebauung mit Mehrparteien-Wohnhäusern erforderte schnelles Handeln, um eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Der gesamte Löscheinsatz der 27 Feuerwehrkameraden dauerte dann bis 2 Uhr.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es im Küchenbereich der genutzten Wohnung zum Brandausbruch gekommen sein könnte. Wie aus Feuerwehrkreisen zu erfahren war, hielt sich zum Zeitpunkt der Löscharbeiten keine Person in der Wohnung auf.

Die genaue Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt. Durch den Brand wurde die Wohnung stark beschädigt. Der in dem Gebäude eingerichtete Imbiss wurde durch Löschwasser erheblich in Mitleidenschaft gezogen, so die Polizei. Es entstand ein Sachschaden, den die Polizei auf zirka 200 000 Euro schätzt. Die Ermittlungen dauern zurzeit an.

Stunden zuvor, nämlich gegen 19.30 Uhr, waren bereits 21 Oebisfelder Einsatzkräfte der Feuerwehr und Mitarbeiter des LSW-Wasser- und Abwasserversorgers zu einem Hilfeleistungseinsatz ausgerückt. Der Keller eines Wohnhauses an der Marktstraße der Allerstadt stand derart unter Wasser, dass die Feuerwehrkameraden um Einsatzleiter Andreas Lindner alarmiert wurden, um die Fluten abzupumpen. Der Keller konnte dann binnen kurzer Zeit wieder zur Nutzung übergeben werden.