Oschersleben/Hornhausen l Seit Mai 2018 blieb die Sporthalle Am Bruch in Oschersleben den Schülern, beispielsweise aus der Berufssschule oder dem Gymnasium, verschlossen, fanden auch keine Veranstaltungen statt. Mit Beginn des neuen Schuljahres sind die Bauarbeiten abgeschlossen.

Die mehr als 20 Jahre alte Sporthalle in Trägerschaft des Landkreises Börde konnte im Rahmen des Förderprogramms Stark-III saniert werden. Wie es im Amtsdeutsch heißt, erfolgte eine allgemeine und energetische Sanierung der Sporthalle. Ein wichtiger Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahmen war unter anderem die vollständige Erneuerung der an vielen Stellen undichten Dachfläche.

Die Behindertentoilette wurde dem Stand der Technikentsprechend umgebaut. Eine zusätzliche Behindertentoilette entstand in unmittelbarer Nähe der Umkleideräume. Dafür war der Umbau eines Umkleideraumes notwendig. Weiterhin wurden verschiedene brandschutztechnische Anforderungen im Flur und im Eingangsbereich umgesetzt. Zur Sicherstellung eines zweiten baulichen Rettungsweges wurde eine zusätzliche Türöffnung im Hallenbereich als Ausgang ins Freie geschaffen.

2,5 Millionen Euro investiert

Die Wärmeversorgungsanlage wurde genau so erneuert wie die vorhandene Lüftungstechnik. Die Hallenbeleuchtung ist auf LED-Technik umgerüstet. Rund 2,5 Millionen Euro „verschlang“ die Sanierung der Sporthalle. Insgesamt 14 Baufirmen der verschiedenen Gewerke setzten die Baumaßnahmen um. Sechs Baufirmen kamen direkt aus dem Landkreis Börde, für zehn Firmen gilt, dass sie in Sachsen-Anhalt ansässig sind. Nicht ohne Probleme verliefen die Ausschreibungen. Im Rahmen der Vergabeverfahren sowie der weiterführenden Planungsphasen sei es zu nicht unerheblichen Verzögerungen im Gesamtterminplan gekommen. Bei einigen Gewerken mussten die Vergabeverfahren mehrfach durchgeführt werden. „Zum einen, weil keine Angebote eingegangen sind oder die vorliegenden Angebot zu teuer und damit unwirtschaftlich waren“, erklärt der Pressesprecher des Landkreises Börde, Uwe Baumgart.

Während die Sporthalle Am Bruch wieder für sportliche Aktivitäten zur Verfügung steht, ist für die Sporthalle in Hornhausen noch Geduld gefragt. Wann hier wieder Vereine und auch Schüler Sport treiben können, könne laut Stadtverwaltung Oschersleben als Träger der Turnhalle noch gar nicht gesagt werden.

Im Frühjahr dieses Jahres waren Teile der Decke herunter gekommen. Darauf hin wurde die Halle gesperrt. Deckenverkleidung, Sparren und Balken wurden frei gelegt, damit Gutachter und Statiker feststellen konnten, wie schadhaft die Holzkonstruktion ist, welche Teile entfernt werden müssen, ob Pilzbefall vorliegt.

Welcher Fördertopf?

Inzwischen sind mehr als drei Monate ins Land gegangen. Wie Stadtpressesprecher Mathias Schulte mitteilte, ist die Konsequenz aus dem in Auftrag gegebenen Holzschutzgutachten, dass umfangreichere Reparaturen an den Holzkonstruktionen, notwendig sind. Zu den Kosten könne aktuell noch nichts gesagt werden, da noch keine Ausschreibungsergebnisse vorliegen und die Stadt erst die Finanzierung klären müsse. So werde auch geschaut, welcher Fördertopf „angezapft“ werden könnte. „Wenn wir schon sanieren müssen, dann wollen wir es richtig machen und für den Ort etwas Vernünftiges und eine sichere Sportstätte schaffen. Zumal die Hornhäuser Turnhalle durch den Schulsport und verschiedene Vereine eine eifrige Nutzung im Ort erfährt“, ist von Mathias Schulte weiter zu erfahren. Nach Alternativen für die Vereine werde gerade gesucht.

Anke Goltz, Leiterin der hiesigen Grundschule, sieht die Sache erst einmal gelassen. Noch sei das Wetter so, dass die Sportstunden draußen entsprechend der Forderungen des Lehrplanes stattfinden können. Später könne der Saal des Dorfgemeinschaftshauses genutzt werden. Da werde zwar der Fußboden saniert, aber 14 Tage können überbrückt werden. Geklärt werden müsse noch, ob Sportgeräte im Saal des Dorfgemeinschaftshauses aufgestellt werden können.