Wulferstedt l Noch in diesem Jahr wird die Baufirma Lüders Dienstleistungen aus dem niedersächsischen Soltau in Wulferstedt anrücken und im gesamten Ort Kabel verlegen. Und zwar Glasfaser-Breitbandkabel. So dass bereits Anfang 2019 in Zusammenarbeit mit dem künftigen Netzbetreiber „DNSNET“ die ersten Dorfbewohner und etwas später dann auch alle anderen Wulferstedter supermoderne und damit auch superschnelle Internetanschlüsse in ihren Wohnungen und Firmengebäuden haben werden.

Zumindest diejenigen, die das möchten. Und das sind in Wulferstedt nicht zuletzt aufgrund der hiesigen Internet-Situation eine ganz Menge. Nach neuestem Stand haben sich 72 Prozent der Wulferstedter per Vorvertrag entschieden, dieses neue Netz dann auch zu nutzen. Was auch der Grund ist, weshalb die Verbandsgemeinde in Wulferstedt beginnt, ihr Glasfaser-Breitbandnetz zu bauen, das bis Ende 2020 auch in allen anderen Orten der Westlichen Börde fertiggestellt sein soll.

Gut 100 Wulferstedter kamen

Los geht es aber nun in Wulferstedt. Und wie das hier alles ablaufen wird, darüber ist Donnerstagabend im Saal des Dorfkrugs informiert worden. In den Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz eingeladen und unter anderem die Baufirmen-Chefs Stefan und Meikel Lüders, den Netzbetreiber-Bereichsleiter Rainer Ohliger sowie von der Breitband-Arbeitsgemeinschaft des Bördekreises Holger Haupt und Fritz Wilding mitgebracht hat.

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Von denen allen haben die gut 100 erschienenen Bürger unter anderem erfahren, dass es erst in einem zweiten Ausschreibungsanlauf gelungen ist, mit der besagten Lüders-Baufirma einen geeigneten Partner zu finden. Der also sowohl über die erforderlichen Erfahrungen verfügt als auch das vorhandene Budget nicht sprengt. Das für das gesamte Westliche-Börde-Breitband-Projekt einen Umfang von etwa 20 Millionen-Euro hat. Von denen mindestens 13 Millionen als Fördermittel vom Bund kommen und die Verbandsgemeinde für den Rest einen Kredit aufnimmt.

Die Veranstaltungsteilnehmer haben zudem erfahren, dass nun in den nächsten, vielleicht drei Monaten alle Planungs- und Vorbereitungsarbeiten erledigt werden. Um das zu schaffen, sind bereits mit allen beteiligten Behörden und Partnern Gespräche geführt worden.

Bis zu sechs Bautrupps im Einsatz

Die eigentlichen Arbeiten werden dann am Ortseingang aus Richtung Neudamm beginnen, weil sich da eine erforderliche Breitband-Anschlusstelle befindet. Von dort geht es dann Straßenzug für Straßenzug weiter. Entsprechend der Gegebenheiten wird mal ein Leitungskanal durch die Erde „geschossen“, mal aber auch ein Kanalgraben ausgebaggert. Die genaue Reihenfolge und die Verfahrensweise werden aber erst im Zuge der jetzt anstehenden Planungen festgelegt.

Wobei die Baufirma nicht nur an einer Stelle arbeiten wird. „Wir werden im Ort gleichzeitig fünf bis sechs Bautrupps zu je vier Leuten im Einsatz haben“, wie Stefan Lüders sagte und ankündigte, in einem der Bauwagen ein Informationsbüro einzurichten, in dem die Bürger zu bestimmten Sprechstunden die Möglichkeit haben werden, sich zu informieren und Probleme zur Sprache zu bringen. „Manch ein Problem wird sich aber sicherlich auch an Ort und Stelle bei einer Tasse Kaffee klären lassen“, sagt Stefan Lüders und bekommt dafür wohlwollenden Applaus von den Wulferstedtern.

Die im Laufe der Veranstaltung auch noch die eine oder andere Frage zu ihren aktuellen und ihren künftigen Internet-Verträgen haben und dazu Antworten vom Netzbetreiber und vom Verbandsgemeindebürgermeister bekommen. Wie sie auch erfahren, dass noch bis zum 31. August die Möglichkeit besteht, mit dem Betreiber einen Vorvertrag für das neue Netz abzuschließen, wodurch künftige Anschlusskosten gespart würden.

Technik wird zugeschickt

Wer bereits einen solchen Vorvertrag unterzeichnet hat, der werde vom künftigen Netzbetreiber „DNSNET“ angeschrieben, wenn der genaue Termin feststeht, wann der neue Internetanschluss freigeschaltet wird. Und der Betreiber wird dann auch alle erforderliche Technik zusenden. Wie „DNSNET“ dann auch die Kündigung der bisheriger Internetverträge übernehmen werde. Wobei die Nutzer schon jetzt beim Umgang mit ihren bisherigen Internet-Partnern auf die Laufzeiten achten sollten, damit es keine zu langen Übergangszeiten gibt.

Diesen Tipp richten alle Beteiligten auch jetzt schon an die Bürger aller anderen Orte der Verbandsgemeinde, in denen es ja nach Wulferstedt mit dem Bau des Glasfaser-Breitbandnetzes weitergehen soll. Wann es wo weitergeht, steht allerdings noch nicht konkret fest. „Ich gehe aber davon aus, dass wir in drei, vier Wochen wissen, welche Orte als nächste dran sind“, kündigt der Verbandsgemeindebürgermeister an.