Ummendorf l Ein Rendezvous sondergleichen, bei dem vom Fleck weg nicht nur ein Funke übersprang, sondern wahre Flammen der Begeisterung wallten, entwickelte sich da zur Kaffeezeit im sonnendurchfluteten Burghof. Treibende Kraft: Gerd Herklotz mit seinem 40-köpfigen Klangkörper vom Bundespolizeiorchester Berlin, das auch 2018 dem Ruf des veranstaltenden Börde-Museums zum Ummendorfer Burgsommer gefolgt war.

Der 57-jährige Herklotz dirigiert das Blasorchester als Nachfolger des langjährigen musikalischen Leiters Arend zu Hoene seit Februar. Dem Publikum in Ummendorf präsentierte er sich als charmanter Moderator und enthusiastischer Taktgeber, der es auch gekonnt verstand, der Zuschauermenge Klatschrhythmus mitunter direkt ins Programm einzubinden.

Tolle Akustik gelobt

Schon nach dem schwungvollen Opening war die Verzückung im Publikum greifbar, die viel gelobte Akustik zu Füßen des Burgfrieds setzte dem Spiel des Orchesters das i-Tüpfelchen auf. Gerd Herklotz erzählte von seinem ersten beruflichen Engagement als Kapellmeister, „das ich nach dem Studium gar nicht so weit weg von hier am Theater in Halberstadt erhalten habe.“ Dies sei eine anstrengende und herausfordernde Zeit „mit 150 Auftritten pro Jahr“ gewesen, „die ich aber sehr genossen habe.“

Dem Kennenlernen, wie das bei einem Rendezvous so ist, ließ Herklotz dann Sturm und Drang folgen, ein Potpourri der Genres und Provenienz von Berlin bis Mexiko und Japan, versetzt mit eloquenter Moderation und beeindruckenden Soloparts. Ein nächstes Date beim nächsten Burgsommer dürfte gewiss sein.

Im Börde-Museum indes geht es schon im Herbst weiter: Am 13. Oktober findet der Süße Tag statt, am 28. Oktober wird wieder zu „Kräuter im Topf“ gekocht und gekostet.