Medizin

Chefarzt aus Neindorf berät zum Thema Blasenschwäche

Die Patientenakademie der Bördeklinik in Neindorf mit einem interessanten Thema.

07.08.2021, 03:45
Dr. Rossen Vassilev
Dr. Rossen Vassilev Foto: Helios Kliniken, Thomas Oberländer

Neindorf - Josephine Schlüer

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Patientenakademie der Helios Bördeklinik in Neindorf steht diesmal unter dem Thema „Hilfe bei Blasenschwäche und Senkungsbeschwerden.“ Die Veranstaltung ist für Mittwoch, 11. August, um 18 Uhr, geplant. Referieren wird Dr. Rossen Vassilev, Chefarzt der Urologie und Kinderurologie im Foyer der Bördeklinik über Diagnostik und Therapien von Blasenschwäche und Senkungsbeschwerden. Über den Termin informierte Rebecca Jahn, Pressesprecherin der Helios Bördeklinik.

Wer ständig an dem Gefühl leidet, zur Toilette zu müssen oder Angst davor hat, in ganz alltäglichen Situationen wie beim Husten, Lachen oder Treppensteigen ungewollt Urin zu verlieren, könnte eine Blasenschwäche haben, weiß Rossen Vassilev. Damit umzugehen, sei für niemanden leicht, da der Alltag mitunter erheblich eingeschränkt ist und der Austausch darüber oft vermieden wird. Tatsächlich sei Harninkontinenz ein häufig auftretendes Symptom, dessen Ursache in ganz verschiedenen Bereichen liegen kann. „Inkontinenz ist so ein großes Thema, das immer noch mit viel Leid und unbegründetem Schamgefühl für die Patienten einhergeht“, erklärt der Chefarzt für Urologie. Er möchte das ändern. Seine Mission ist die Aufklärung und vor allem den Betroffenen zu helfen und ihnen ein Stück weit mehr Lebensqualität zu bescheren.

Jede zweite Frau betroffen

Rund zwei Millionen Deutsche leiden an Harninkontinenz. Von einer Beckenbodenschwäche ist etwa jede zweite Frau im Laufe ihres Lebens betroffen, wobei die Dunkelziffer erheblich höher vermutet wird. Frauen leiden anatomisch bedingt häufiger an der Harninkontinenz, also dem Harnverlust bei körperlicher Anstrengung oder einem nicht unterdrückbaren Harndrang. Männer sind in der großen Mehrzahl von der Belastungsinkontinenz betroffen.

Bei beiden Krankheitsbildern ist das Spektrum der Therapien für Männern und Frauen mannigfaltig. Es reicht von Physiotherapie über die Behandlung mit Medikamenten bis hin zu operativen Eingriffen. Viele Betroffene wissen jedoch nicht von den Heilungschancen und akzeptieren ihre Situation. „Das damit verbundene Leiden muss nicht sein. Wir können mit Hilfe der zahlreichen Behandlungsmöglichkeiten Linderung bringen und dem Betroffenem spürbar zu mehr Lebensqualität verhelfen“, stellt Rossen Vassilev fest.

Jede Therapieform laufe in Stufen ab, wobei sich die Intensität mit jedem Schritt steigere, so der Chefarzt. Welche Behandlungsoptionen in der Helios Bördeklinik bei der Behandlung von Blasenschwäche und Senkungsbeschwerden bestehen und wie die Diagnostik aussieht, darüber erhalten Betroffene, Angehörige und Interessierte im Rahmen der Patientenakademie am 11. August kostenfrei Auskunft, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Besucher der Veranstaltung werden am Klinikeingang registriert. Vor Ort wird außerdem ein Schnelltest für Besucher der Patientenakademie möglich sein.

Chefarzt Dr. Rossen Vassilev ist von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft als Beratungsstelle für Patienten mit Inkontinenz benannt. Damit steht er Betroffenen unterstützend bei der Beratung zu den Therapiemöglichkeiten zur Seite. Eine Kontaktaufnahme ist direkt über das Sekretariat unter 03949/935245 oder per E-Mail an urologie.neindorf@helios-gesundheit.de möglich.