Freizeit

Entspannung im schattigen Grün

Als fester Bestandteil des dörflichen Lebens im Sülzetal gilt der Kleingartenverein Falkental Dodendorf. Inmitten einer sattgrünen Umgebung finden auf dessen Terrain die 42 Mitglieder des Vereins und ihre Familien Ruhe und Erholung.

Von Dirk Halfas
Vereinsvorsitzender Swen Schmidt und sein Stellvertreter Sven Meyer in der Kleingartenanlage Falkental Dodendorf.Foto: Dirk Halfas
Vereinsvorsitzender Swen Schmidt und sein Stellvertreter Sven Meyer in der Kleingartenanlage Falkental Dodendorf.Foto: Dirk Halfas Dirk Halfas

Dodendorf - Die Geschicke des Mitte der 70er Jahre gegründeten Kleingartenvereins Falkental Dodendorf hält heute der engagierte Kleingärtner und Vorsitzende Swen Schmidt fest in den Händen. Die Mitglieder im Alter von 30 bis 85 Jahren bewirtschaften die jeweils rund 600 Quadratmeter großen Parzellen, die allerbeste Ackerboden-Qualität aufweisen. „Die Corona-Krise hatte keinen Einfluss darauf, ob die Gärten mehr oder weniger belegt sind. In der Stadt gab es vielleicht einen größeren Zulauf an Nachfrage, hier nicht. Dort haben die Gärten auch nur eine Größe von 300 bis 400 Quadratmeter“, meint Swen Schmidt.

Regelmäßig gab es bislang meistens zwei Mitgliederversammlungen im Jahr, die jedoch Corona bedingt fast vollständig wegfielen. Die Krise machte dem Verein auch einen Strich durch die Rechnung beim Osterfeuer, dem An- und Abgrillen und dem traditionellen Skattournier. Auch das Brauchtumsfeuer im Oktober fiel ins Wasser.

„Trotz Krise werden aber nach wie vor unsere Arbeitseinsätze vorgenommen. Zehn Stunden gemeinschaftlicher Arbeit im Jahr pro Garteneinheit stehen an. So müssen dabei unter anderem Freiflächen und Parkplätze gemäht und die Zufahrten freigehalten werden“, sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Sven Meyer. „Grundsätzlich sind wir auch der Meinung, dass wir die in den Kleingärten den Rasen relativ hoch halten und Wiesen zur Verfügung stellen, so dass Insekten eine Zuflucht finden. Auf die ist man ja auch angewiesen; alles fängt damit an. Darum werden nur wenige freie Gärten kurz gemäht, entsprechend dem Anliegen des Bundesumweltamtes, das das fördert“, fügt Vereinschef Swen Schmidt hinzu.

Keine Vorgaben gibt es im Dodendorfer Kleingartenverein in Bezug darauf, was man dort anpflanzt, wie etwa Blumen oder Gemüse, und wie groß die Anbaufläche sein muss im Verhältnis zur Gesamtgartenfläche. „Angebaut wird alles was man essen kann. Es geht um den Spaß an der Freude des Gärtnerns. Die eigenen Erdbeeren, Kartoffeln und insbesondere Tomaten schmecken viel intensiver“, weiß Schmidt zu berichten.

Neben dem Anbau von gesundem Obst und Gemüse kommt aber auch das Bedürfnis nach Bewegung an frischer Luft nicht zu kurz. 128 Euro an Jahrespacht und 500 Euro Kaution sind den Dodendorfer Gartenfreunden dafür nicht zu teuer. „Wir wollen nicht, dass der Garten nur kurzfristig genutzt wird und man ihn morgen wieder abgibt. Wir wollen auch langfristig Leute hier haben, nicht nur für eine Saison“, so Vorsitzender Swen Schmidt. Entspannung und Erholung fernab von Lärm und Hektik spielen dabei eine wesentliche Rolle.

So findet auch ein alter Baumbestand hier und da seinen Platz. Bäume die sich etabliert haben, sollen bleiben, denn durch den Klimawandel wird es schwierig neue anzusiedeln. Wer nur alles mit Kies zudeckt, speichert die Hitze, ist sich so manch Dodendorfer Gartenfreund sicher. So haben viele Pflanzen sowohl sonnenverwöhnte Standorte als auch welche in schattigem Grün. Die Besucher in den Gärten wissen beides zu schätzen.