Oschersleben (az) l Ein Missgeschick hat bei der Feuerwehr für Aufregung gesorgt. Wie die Polizei mitteilt, wollte eine 34-jährige Frau in der Humboldtstraße ihr Kind duschen. Damit es nicht ausbüxt, schloss die Mutter die Badezimmer-Tür - allerdings stand das Essen noch auf dem Herd.

Gegen 13.18 Uhr ging der Alarm bei der Polizei ein. Ein Bürger hatte Qualm bemerkt, der aus der betreffenden Wohnung quoll. Die Feuerwehr machte sich mit vier Fahrzeugen und rund 20 Kameraden auf den Weg. Vermutet wurde ein Wohnungsbrand. Tätig werden mussten die Feuerwehrleute allerdings nicht. Wie Pressesprecher Andreas Ehrhardt mitteilt, konnten die Rettungskräfte kurz nach der Ankunft wieder abgerückt.

Wohnung stark verqualmt

Matthias Lütkemüller als Sprecher des Polizeireviers Börde erklärt, dass der Inhalt des Topfes verbrannt war. „Andere Gegenstände hatten kein Feuer gefangen“, so der Polizeisprecher. Die Wohnung sei stark verqualmt gewesen, verletzt worden sei durch den Vorfall allerdings niemand. Die 34-Jährige habe den eintreffenden Beamten selbst geöffnet. Es sei zu keinem weiteren Sachschaden gekommen.

Auch für den Einsatz der Feuerwehr muss die Frau laut Andreas Ehrhardt nicht aufkommen: „Für uns war es ein Fehlalarm. Da passiert nichts“, informiert er. Tatsächlich seien solche Einsätze gar nicht selten. „Vergessene Töpfe kommen regelmäßig vor. Es passiert auch, dass Menschen vergessen, den Herd auszuschalten und dann das Haus verlassen“, so Andreas Ehrhardt. In einem Fall habe es sogar ein in der Wohnung befindlicher Hund fertig gebracht, den Herd einzuschalten. Unter anderem wegen solcher Ereignisse sei die Bedeutung von Rauchmeldern so groß.