Oschersleben l Da muss doch was im Busch sein. Gerade eben hat ein Abgeordneter des Bundestags das Oschersleber Rathaus betreten und nur drei Minuten später folgt ihm ein Minister des Landes. Beide haben Mitarbeiter dabei, die wiederum Akten mit sich tragen.

Des Rätsels Lösung lüftet sich kurz darauf im Dienstzimmer von Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer (SPD). Denn der ist nicht nur auf den Besuch des Landes-Bauministers Thomas Webel und des Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens (beide CDU) vorbereitet, sondern der ist dabei auch in sehr positiver Erwartung. Haben die beiden Politiker doch nicht nur sich selbst, sondern vor allem angekündigt, eine Fördermittel-Zusage mitzubringen.

Beispielhafte Einzelprojekte

Und sie haben Wort gehalten, wie nach wenigen Minuten und der Übergabe eines schriftlichen Bescheids klar ist. „Durch diese schriftliche Förderzusage über 673.000 Euro erhält die Stadt Oschersleben die notwendige Planungssicherheit, um weitere wichtige Vorhaben in Angriff nehmen zu können“, sagt Thomas Webel: „Das ist gut angelegtes Geld, denn es hilft dabei, die Bodestadt Schritt für Schritt noch lebenswerter zu machen.“ In Oschersleben sei ein kontinuierlicher und zielgerichteter Stadtentwicklungsprozess erkennbar, der bereits eine Vielzahl beispielhafter Einzelprojekte aufweise. So sei auch die Sanierung der Oschersleber Burg, deren Einweihung am Donnerstag gefeiert worden ist, mit knapp 2,2 Millionen Euro von Bund und Land gefördert worden, fügte Webel abschließend hinzu.

Benjamin Kanngießer bedankte sich für die Fördermittel und sprach von der Hoffnung, dass es solche Förderprogramme auch in den nächsten Jahren geben und Oschersleben dabei berücksichtigt wird. Zudem sagte der Bürgermeister, dass die jetzt übergebenen Mittel für die Sicherung des Pfarrhauses und des Backsteinhauses Magdeburger Straße 37, sowie für die Instandsetzung von Gehwegen in der Bodestraße und der Schöninger Straße ausgegeben werden. „Die Eigenmittel für diese Projekte sind im Etat 2018, den der Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen hat, enthalten“, so Benjamin Kanngießer.