Tourismus

Gedächtnisbohlen für die Sanierung der Bodebrücke in Gröningen

Die Sanierung der Bodebrücke nimmt weiter Fahrt auf. Bürgermeister Fabian Stankewitz konnte eine erste Gedächtnisbohle vorstellen. Mit diesen Bohnen sollen Spenden für die Brücke gesammelt werden.

Von Josephine Schlüerund Yonne Heyer
Bürgermeister Fabian Stankewitz präsentiert die erste Gedächtnisbohle. Die Kreissparkasse Börde hatte kürzlich 5000 Euro für die Sanierung der Brücke gespendet.
Bürgermeister Fabian Stankewitz präsentiert die erste Gedächtnisbohle. Die Kreissparkasse Börde hatte kürzlich 5000 Euro für die Sanierung der Brücke gespendet. Josephine Schlüer

Gröningen - Die verfallene Eisenbahnbrücke am Gröninger Zuckerpark soll zum Hingucker für Einheimische und Touristen werden. Vereine, Privatpersonen, Betriebe und andere Institutionen können für die Erneuerung der Brücke spenden und sich selbst oder andere über eine Gravur, entweder an einer der Bohlen oder an einer Tafel auf der Brücke verewigen. „Darin sehe ich den besonderen Mehrwert“, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westliche Börde, Fabian Stankewitz. Die erste Gedächtnisbohle mit dem Schriftzug der Kreissparkasse Börde wurde bereits geliefert.

Ort soll zum Verweilen genutzt werden

Auf diese Weise soll die Brücke persönlicher werden und auf die Region aufmerksam machen. Beispielsweise könnte dort einer verstorbenen Person gedacht werden oder einem Hochzeitsjubiläum, sagt der Bürgermeister. „Ich wünsche mir, dass Menschen diesen Ort zum Verweilen nutzen und nicht nur über die Brücke laufen und sie dann sofort wieder vergessen“, so Stankewitz weiter. Darum sollen auf der alten Eisenbahnbrücke auch Sitzmöglichkeiten für Besucher zur Verfügung stehen. Insgesamt wurden schon etwa 12000 Euro für die Sanierung gespendet. Für einen Betrag ab 50 Euro ist ein Schriftzug auf der Gedenktafel, die am Geländer angebracht werden soll, möglich, ab 150 Euro ein Bohlenschriftzug. Einen Ort der Einkehr, des Verweilens und des Gedenkens stellt sich Stankewitz vor. Als bekanntes Beispiel nennt der Bürgermeister die Magdeburger Hubbrücke, die mit etlichen Gravuren auf den Bohlen und Gedenktafeln versehen ist und sich seit ihrer Sanierung größter Beliebtheit erfreut. „Die alte Eisenbahnbrücke in Gröningen ist eine der letzten Zeitzeugen, die an die ehemalige Zuckerfabrik erinnert“, sagt der Verbandsbürgermeister. Sie nicht zu erhalten, wäre ein Frevel.

275.000 Euro wird die Erneuerung der Brücke kosten. Der Eigenanteil der Stadt Gröningen beläuft sich auf zehn Prozent. 90 Prozent werden über EU-Fördermittel finanziert. (Volksstimme berichtete) Die Fördermittel seien laut Stankewitz im LEADER-Förderrahmen bereits bestätigt worden. Derzeit würden die Antragsunterlagen vorbereitet.

Die Brücke ist für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige Verkehrsachse und wird künftig an Bedeutung gewinnen, da die Zuwegung aus der Altstadt zum Bodebootsverleih auch über die Brücke gewährleistet werden soll. Auch der Boderadweg soll in den nächsten Jahren auf dieser Achse ausgebaut werden. Der im Stadtentwicklungskonzept benannte Altstadtrundweg würde durch die Nutzbarkeit der Brücke an Qualität gewinnen.

Seit vergangenem Jahr plant die Stadt Gröningen die Sanierung der alten Eisenbahnbrücke am Zuckerpark.
Seit vergangenem Jahr plant die Stadt Gröningen die Sanierung der alten Eisenbahnbrücke am Zuckerpark.
Josephine Schlüer