Ausleben l Der Verbandsgemeinderat der Westlichen Börde hat scheinbar am Ende seiner Amtszeit Gefallen an namentlichen Abstimmungen gefunden. Nachdem in der Märzsitzung bei einem Beschluss über eine Änderung der Einzugsbereiche für die Grundschulen Gröningen und Kroppenstedt auf Antrag der „Fraktion Gröningen“ zum ersten Mal in der Geschichte dieses Gremiums nicht erhobene Hände gezählt worden sind, sondern jedes einzelne Ratsmitglied laut und deutlich sagen musste, wie es dazu steht, war das nun auch beim Thema Kindertagesstätten auf Antrag der „CDU-UWG Fraktion Ausleben“ der Fall.

Namentliche Abstimmung

Zur Abstimmung stand in dieser letzten Sitzung der Legislaturperiode ein Grundsatzbeschluss, alle sieben Kindertagesstätten der Westlichen Börde zu erhalten. Also dass die Kitas in Ausleben, Gröningen, Großalsleben, Hamersleben, Kroppenstedt, Krottorf und Wulferstedt allesamt eine Perspektive haben. Und was sich schon im Vorfeld abgezeichent hatte, ist dann auch eingetreten. Alle 17 anwesenden Ratsmitglieder haben auf die vom Verbandsgemeinderatsvorsitzenden Dietmar Hobohm gestellte Entscheidungsfrage mit ja geantwortet.

Wobei solch ein erst zum Ende einer Legislatur, gar erst in der allerletzten Sitzung gefasster Beschluss nicht mehr als ein Appell oder eine Aufforderung an die Mitglieder des neuen Verbandsgemeinderates ist, sich daran zu halten.

Appell an den neuen Verbandsgemeinderat

In der Begründung des Beschlusses wird das so formuliert, dass die Verbandsgemeinde mit eben dieser Entscheidung ein Zeichen für den langfristigen Bestand aller sieben Kindertagesstätten setzen möchte. Wie in dieser Begründung zudem unter anderem davon die Rede ist, dass in den Gebäuden der Kindertagesstätten Ottleben und Wulferstedt „derartige Mängel“ festgestellt worden sind, dass für die Sanierung dieser beiden Kitas jeweils mehr als eine Million Euro erforderlich und die Finanzierungen noch nicht geklärt seien.

Sanierungen notwendig

„Aufgrund dieser Tatsachen kam bei den Bürgern die Befürchtung auf, dass möglicherweise Kindertagesstätten geschlossen beziehungsweise zusammengelegt werden sollen... Dies ist nicht Ziel der Verbandsgemeinde.“ Ziel ist vielmehr laut einer Prioritätenliste, die am Ende der Beschlussbegründung aufgeführt ist, dass zunächst die Kita Ottleben saniert werden soll und dann die Kita Wulferstedt.

Was die weitere Sanierung der Kita Ottleben betrifft, hat Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz während der Ratssitzung mitgeteilt, dass nach dem Stand der Dinge die Kinder von März bis September nächsten Jahres aus dem Schloss Trautenburg ausziehen müssen und in dieser Zeit im Ausleber Rathaus im Bauernwinkel ihre Bleibe haben. Dort werden für diese Zeit alle derzeitigen Nutzer ausziehen, also beispielsweise der Hort in die Schule. Und auch Auslebens Bürgermeister wird sein Büro der Kita überlassen.