Sommerschenburg l Das Gneisenau-Mausoleum in Sommerschenburg, vor dem der berühmte Feldherr aus weißem italienischen Marmor auf sich aufmerksam macht, ist nach den Wintermonaten wieder einen Besuch wert. Die schützende Holzverkleidung wurde von den Vereinshelfern im März entfernt, und auf einer Informationstafel am Zugang des gepflegten Denkmalareals kann man viel über die Verdienste des preußischen Heerführers und Patrioten August Neidhardt von Gneisenau erfahren. Auch über den Weg seiner sterblichen Überreste von Posen über Wormsdorf bis Sommerschenburg ist hier nachzulesen.

„Mehr Öffentlichkeit dürfen wir ja gerade nicht zulassen“, sagt Dr. Frank Bauer, Vorsitzender der Gneisenaugesellschaft. Das bedeutet: Die sonst im Frühjahr anlaufende regelmäßige Öffnung des Mausoleums sowie des Gneisenau-Museums am Sommerschenburger Dorfgemeinschaftshaus für interessierte Besucher ist gemäß der Corona-Eindämmungsverordnung vorübergehend ausgesetzt. „Das ist zwar schade“, stellt Bauer fest, doch große Einschnitte für den Verein seien aus dieser Situation heraus nicht zu befürchten: „Die finanziellen Einbußen, wir sprechen da von einem kleinen Spendenaufkommen, sind sehr gering und daher zu verkraften.“

Mitgliederversammlung fällt aus

Etwas ärgerlicher hingegen sei der Umstand, dass die obligatorische Generalversammlung der Mitglieder infolge der Corona-Krise nicht plangemäß stattfinden konnte. „Die war für Mitte März anberaumt und sollte unter anderem der Neuwahl des Vorstands dienen, aber wir mussten die Sitzung absagen“, so Frank Bauer. „Nun gilt es abzuwarten, was die weitere Entwicklung mit sich bringt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Das wird wohl auch noch eine Weile dauern, da wir ja bedenken müssen, dass die Mitglieder im Bundesgebiet verstreut sind.“

Größere Vorhaben wie das Gedenkbiwak im vorigen Jahr habe die Gneisenaugesellschaft für 2020 nicht auf der Agenda: „Es ist erst mal nichts Nennenswertes geplant.“