Wirtschaftsförderung

In Kroppenstedt soll ein Gründerzentrum für Jungunternehmer gebaut werden

Von Von Yvonne Heyer

Westliche Börde/Kroppenstedt. Im Haushaltsplan der Gemeinde Westliche Börde wurde für das Jahr 2022 ein unkürzbarer Zuschuss für das „Co-Working-Space – Raum für Gründer“ in Kroppenstedt in Höhe von 100.000 Euro eingestellt. Eine Co-Working-Space ist ein Gebäude, in dem Unternehmens-Gründer Büroräume und Ähnliches zur Verfügung gestellt wird. Der Haupt- und Finanzausschuss wie auch der Verbandsgemeinderat haben der Förderung des Projektes in seiner Sitzung Ende März einstimmig zugestimmt. Der Zuschuss macht sich erforderlich, weil erste konkretere Planungen die Kosten auf 460.000 Euro steigen lassen haben. Diese kann die Stadt Kroppenstedt allein nicht tragen.

Im Oktober 2020 hat Kroppenstedt den Fördermittelbescheid in Höhe von 200.000 Euro für das Schaffen des Co-Working-Space im Obergeschoss der einstigen Sekundarschule erhalten. Die Kleinstadt selbst wird 71.000 Euro Eigenmittel in das Projekt stecken.

Mit der Zusendung des Fördermittelbescheids wurde mit weiteren Schritten zur Umsetzung des Projekts begonnen. Als Architekt konnte das Büro „Liebnerstadtfeld Architekten“, vertreten durch Karsten Liebner, und als Fachplaner das Büro IBK GmbH, vertreten durch Frank Kaping, gewonnen werden. In einem fachlichen Austausch wurde das Konzept “Co-Working-Space–Raum für Gründer” detailliert besprochen. Karsten Liebner hat erste Vorstellungen überarbeitet und eine Kostenschätzung erstellt. Dabei kam heraus, dass die Kosten auf 460.000 Euro gestiegen sind. Ein Grund für die gestiegenen Kosten ist zum Beispiel der nun geplante Einbau eines Fahrstuhls.

„Das Co-Working-Space ist ja nicht allein auf die Stadt Kroppenstedt begrenzt. Ich sehe diese Einrichtung gemeinsam mit den beantragten Fördermitteln aus dem Programm “Smart Citys„ als eine besondere Form der Wirtschaftsförderung, und die geht die gesamte Verbandsgemeinde etwas an. Die Verbandsgemeinde sollte sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen“, erklärt Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz zur Problematik. Und er denkt bereits weiter.

Bei einem Co-Working-Space werde von einem Anfahrtsweg für die Nutzer von rund 15 Kilometer gesprochen. „Schauen wir uns nun den Zuschnitt der Gemeinde Westliche Börde an, bräuchten wir ein zweites Co-Working-Space im Nordbereich. Wir könnten, wenn es in Kroppenstedt gut läuft, eine kleine Satelliteneinheit im Nordbereich schaffen. Denkbar wäre das im Rathaus in Ausleben, wenn die Kita ausgezogen ist. Das wäre für mich vorstellbar“, schaut Fabian Stankewitz in die Zukunft.

Mit dem Beschluss des Verbandsgemeinderates ist der Zuschuss zum Co-Working-Space in Sack und Tüten und damit kann das Projekt weiter voran getrieben werden. Inzwischen sind die Planungsleistungen beauftragt.