Gröningen l „Wir arbeiten mit Hochdruck am verbandsgemeindeeigenen Glasfaser-Breitbandnetz, auch wenn das nicht sichtbar ist“, sagt Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz. Nicht sichtbar deshalb, weil noch keine Bagger unterwegs sind, um die Gräben für die Glasfaserkabel auszuschachten. Dafür werden aber genau diese und weitere Arbeiten laut Stankewitz derzeit in der Verwaltung intensiv vorbereitet. Bietergespräche, Planungsarbeiten oder auch die Suche nach Tiefbaufirmen, die diese Arbeiten erledigen, sind derzeit Schwerpunkt.

Wobei vor dem Hintergrund der derzeit großen Nachfrage nach Bauleistungen, genau diese Suche nach Tiefbaufirmen recht problematisch sei, wie Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz sagt. „Inzwischen haben wir aber einige Angebote bekommen, bei denen sich die Kosten in der Nähe unserer Vorstellungen befinden“, so Stankewitz.

Orte werden zusammengefasst

Genau festlegen möchte sich der Verbandsgemeindebürgermeister dennoch nicht, wann die ersten Bagger rollen. Und auch nicht, wo sie dann zuerst zu sehen sein werden. Das werde erst feststehen, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen. Denn erst dann werden jeweils einige Orte nach und nach zu jeweils einem Cluster, also zu einem Bereich zusammengefasst, in dem dann am Stück die Leitungen verlegt und auch die neuen Internetanschlüsse fertiggestellt werden.

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Welche Orte zu welchem Cluster zusammengefasst und in welcher Reihenfolge diese Cluster gebildet und dann in Angriff genommen werden, das würde von wirtschaftlichen und technischen Faktoren abhängen, wie der Verbandsgemeindebürgermeister sagt. Da spielen die örtlichen Gegebenheiten und spielt nicht zuletzt die Anschlussnachfrage in den jeweiligen Orten eine Rolle, die ja in den zurückliegenden Monaten ermittelt und vertraglich besiegelt worden ist. Wobei es aber auch hier noch eine Unbekannte geben würde, so Stankewitz. Denn der Bund habe signalisiert, Anschluss-Grenzwerte nach unten zu korrigieren, so dass diese Breitbandversorgung möglicherweise auch in Orten gefördert und realisiert werde, in denen die Nachfrage geringer ist. „Hier erwarten wir noch im Sommer eine Entscheidung“, so Fabian Stankewitz.

Wenn dann all die Arbeiten erledigt sind und das Internet in der Westlichen Börde flächendeckend schnell ist, sind Verbandsgemeinde beziehungsweise ihre Mitgliedsgemeinden Besitzer der Leitungen, die sie an den Netzbetreiber verpachtet und sich damit das ausgegebene Geld wieder rein holt. Denn mit den besagten gut 13 Millionen Förder-Euro ist nur gut die Hälfte der Kosten gedeckt. Der Rest wird mit Hilfe von Krediten finanziert.