Ampfurth l Auf seiner Tour nach Oschersleben, Emmeringen und Ampfurth begleiteten Arne Lietz die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Schindler, Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer (parteilos) sowie die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Oschersleben Burkhard Kanngießer, Olaf Pankow und Vinny Zielske.

Nach dem Besuch der Emmeringer Kirche, in der aktuell gerade ein Leader-Projekt umgesetzt wird, und einer Stippvisite beim Trink- und Abwasserverband (TAV) Börde in Oschersleben ging es für die Frauen und Männer nach Ampfurth, wo sie auf dem Burghof von Ortsbürgermeister und Vorsitzenden des Schloss-Fördervereins, Achim Röttger, schon erwartet wurden.

85.000 Euro für Telegrafenstation

Auf dem Burghof mit dem Burgturm berichtete Achim Röttger, dass besagter Turm als Station Nummer 16 Bestandteil der Preußischen Optischen Telegrafenlinie, die von Berlin nach Koblenz führte, war. Arne Lietz ließ sich vom Ampfurther Ortsoberhaupt erklären, wie die Telegrafenlinie funktionierte und begab sich dazu auch hoch hinauf in die einstige Telegrafenstube. Dort konnte der Europaabgeordnete auch einen Blick durch das Telegrafistenfernrohr, eine Leihgabe der Station Nummer 18 Neuwegersleben, werfen.

Mithilfe einer EU-Förderung in Höhe von 85.000 Euro konnte vor einigen Jahren der Burgturm saniert und die Telegrafenstube wieder hergerichtet werden. In diesem Zusammenhang berichtete Achim Röttger vom rührigen Förderverein, dessen 40 Mitglieder in zahlreichen Arbeitseinsätzen selbst Hand anlegen.

Aber nicht nur der Burgturm als Ampfurther Wahrzeichen kam in den Genuss einer Leader-Förderung. Aktuell konnte gerade ein weiteres Projekt auf dem Burghof abgeschlossen werden. In einem Seitengebäude, der einstigen Brennerei, entstand eine Toilettenanlage. „Einmal im Monat, immer am letzten Sonntag, öffnen wir den Burgturm und damit die Telegrafenstube für Besucher. Auch finden auf dem Burghof öffentliche Veranaltungen statt. Mit den Toiletten war es dann immer schwierig“, erklärt Achim Röttger den Gästen. Mit einer Förderung in Höhe von 40.000 Euro konnte auch dieses Problem gelöst werden. Am vergangenen Wochenende fand das Ampfurther Burgfest statt. und die neue Toilettenanlage, auch behindertengerecht, konnte erstmals genutzt werden.

Während seines Besuches in Oschersleben und Umgebung wurde Arne Lietz mehrfach auf die ausufernde Bürokratie, die mit der Antragstellung um eine Förderung aus dem Leader-Programm verbunden ist, angesprochen. Für Kommunen, Vereine, Kirchengemeinden und auch Privatpersonen sei es nicht einfach, sich in dem Verfahren und Formularen zurecht zu finden.