Beschlossene „Leader“-Projekte

Zuzugsmanagement, Träger: Verbandsgemeinde

Umstellung auf autarke Wärmeversorgung Sportlerheim, Träger: SC Germania KroppenstedtKonzept für ein Orientierungsleitsystem, Träger: VerbandsgemeindeUmbau des Pfarrhauses Krottorf zum Ferienhaus, Träger: Grundstücksgemeinschaft Willig + Willig GbRErneuerung und Erweiterung der Flutlichtanlage Hartplatz, Träger: SV Eintracht GröningenKonzeptplanung für die Wirtschaftlichkeit und

Nachhaltigkeit Freibad Großalsleben, Träger: Verbandsgemeinde

Kroppenstedt l „Wie in den Vorjahren hatte die Lokale Aktionsgruppe im Sommer Vereine, Unternehmen, Privatpersonen, Kirchen und Kommunen aufgerufen, Projektideen für die Entwicklung der Region zu entwerfen. Dieses Jahr sind 25 Vorschläge eingegangen, 14 können nun einen ordentlichen Antrag im Rahmen der Förderung stellen“, teilte der „Leader“-Manager der LAG Börde, Jörn Freyer, mit. Diese Projekte seien durch die Beschlüsse der Mitgliederversammlung im Rathaus Kroppenstedt auf den Weg gebracht worden. Diese Vorhaben umfassen demnach ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro, darunter 880.000 Euro an Fördermitteln.

Als eine besondere Kampagne hob der Leader-Manager das sogenannte Zuzugsmanagement der Westlichen Börde hervor. Dabei soll ein externer Dienstleister mit ins Boot geholt werden, um teils seit Jahren leerstehende Gebäude zu vermarkten. „Außerdem sollen potentielle Investoren, das können zum Beispiel junge Familien sein, Unterstützung bei Behördengängen sowie in Schulen oder Kitas bekommen“, erläutert Jörn Freyer und ergänzt: „Die Leute können so mit positiven Anreizen auf das Land gelockt und etwas der Abwanderung und dem Leerstand entgegengesetzt werden.“ Insgesamt will die Verbandsgemeinde für dieses Projekt mehr als 37.000 Euro ausgeben, 29.920 Euro davon sollen über „Leader“ gefördert werden.

Junge Leute als Zielgruppe

Tatsächlich gebe es den Trend von gut ausgebildeten Mitte-30-jährigen, wieder zurück in die Heimat kommen zu wollen. „Das wäre eine der Zielgruppen des Zuzugmanagements“, betonte Freyer. Eine weitere Zielgruppe seien junge Leute, die das Elternhaus verlassen wollen und ihre eigenen vier Wände suchen.

„Das wäre erst einmal ein Versuch, in dem Geld für Personalaufwendungen verwendet wird. Das ist neu“, führt der Manager weiter aus und ergänzt: „Auch solche Vorhaben erfüllen die Fördervoraussetzungen besonders gut.“ Denn während vorheriger „Leader“-Förderphasen konnten Mittel beispielsweise nur für Sanierungen, An- oder Umbauten beantragt werden.

Sportlerheim in Kroppenstedt

Weitere Projekte, die in der Westlichen Börde über „Leader“ unterstützt werden könnten, sind die Wärmeversorgung des Sportlerheims in Kroppenstedt, ein Orientierungsleitsystem, der Umbau des Pfarrhauses in Krottorf, die Erneuerung des Flutlichtes auf dem Sportplatz in Gröningen sowie ein Konzept zum Betrieb des Großalsleber Freibades. „Diese Projekte sind zwar durch die LAG Börde auf den Weg gebracht worden. Doch handelt es sich dabei zunächst nur um Ideen. Hier sind wir auf die Fördermittelentscheider angewiesen“, betonte Jörn Freyer. Die Projektträger hätten nun viel Arbeit vor sich und müssten viel Muße in die betreffenden Fördermittelanträge investieren. Hierbei stehe der LAG-Manager helfend zur Seite.

Seit Oktober 2015 konnte die LAG Börde bereits 65 Projekte mit einem Fördervolumen von 2,5 Millionen Euro auf den Weg bringen. „Leader“ ist eine europäische Strategie zur Förderung der ländlichen Räume in Europa unter maßgeblicher Mitwirkung der Bürger und gesellschaftlicher Initiativen vor Ort.

Mehr Informationen zur LAG Börde und den im Rahmen von „Leader“ geförderten Projekten erhalten Sie im Internet.