Schermcke/Ampfurth l In der Zuckerfabrik Klein Wanzleben läuft schon seit einigen Wochen die Rübenkampagne. Täglich werden bis zu 15.000 Tonnen des „weißen Goldes“ verarbeitet, welches auf den Äckern von 800 landwirtschaftlichen Unternehmen wächst. Die Zeit der Rübenkampagne bedeutet zugleich, dass täglich bis zu 700 Rübenlaster in Richtung Zuckerfabrik fahren. Alljährlich kommt es deshalb immer wieder zu Beschwerden.

„In der Kernstadt Oschersleben werden die Rübenlaster kaum wahrgenommen. Anders sieht es in den Ortsteilen Schermcke und Ampfurth aus. Wir als Stadtverwaltung haben deshalb für diese Ortsteile die Herabsetzung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde zwischen 22 und 6 Uhr beantragt. Für Schermcke ist das bereits im vergangenen Jahr genehmigt worden, in Ampfurth nicht. Für 2019 haben wir den Antrag für Ampfurth erneuert, bislang ohne Ergebnis“, erklärt Steffen Czerwienski, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt in der Stadtverwaltung Oschersleben. Im vergangenen Jahr haben sich die Ampfurther selbst geholfen und mit großen Bannern die Lkw-Fahrer „aufgefordert“, zu später Stunde mit 30 durch die kurvenreiche und stellenweise schmale Ortsdurchfahrt zu fahren und so dem Lärmschutz genüge zu tun.

Aufruf an Lkw-Fahrer

Auch in diesem Jahr wolle die Ortschaft nicht warten, bis die Straßenbehörde des Landkreises eine Entscheidung gefällt hat. Mithilfe von Sponsoren und des Bauhofes wurden Metallrahmen gebaut. In diese Rahmen werden Banner gespannt, die an zwei Stellen entlang der Ortsdurchfahrt die Lkw-Fahrer aufrufen, 30 zu fahren.

Die Volksstimme fragte im Straßenverkehrsamt des Landkreises nach, Jürgen Till, Leiter des Amtes, antwortete daraufhin: „Ich werde den Sachverhalt in der nächsten Sitzung der Unfall- und Sperrkommission in Oschersleben behandeln. Die nächste Sitzung findet am 18. November statt.“

Die Metallrahmen sind in Ampfurth aufgestellt, die Fundamente härten aus, damit in den nächsten Tagen das Banner gespannt werden kann.