Oschersleben l Aus der Wirtschaft kam vor mehr als drei Jahren der Gedanke, eine Bildungsmesse zu organisieren. Ideengeber und Mitinitiator Wilo, Pumpenhersteller aus Oschersleben, traf beim Bürgermeister der Stadt, Benjamin Kanngießer, auf offene Ohren. Und so wurde im März 2016 die erste Ausbildungsmesse organisiert.

Erste Messe 2016

Nach der erfolgreichen Premiere unter der großen Überschrift; „Hierbleiben, die jungen Leute in der Region halten“ folgte 2017 die zweite und nun folgt am kommenden Dienstag, 6. März, die dritte Auflage. Ziel der neuerlichen Messe soll es abermals sein, Schulabgänger darauf aufmerksam zu machen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es sozusagen direkt vor der Haustür gibt.

„Wir haben einen guten Zugang zu jungen Menschen gefunden, unser Bekanntheitsgrad ist in jedem Fall gestiegen. Doch der Ausbildungmarkt bleibt schwierig“, zieht Norman Scholz, Werkleiter von Wilo in Oschersleben und damit Chef des Unternehmens, das die Bildungsmesse mit auf den Weg gebracht hat, das Fazit der vergangenen zwei Bildungsmessen. Nach wie vor sei es schwierig, geeignete und ausreichend Lehrlinge zu finden. Drei pro Jahr könnten ausgebildet werden.

Michael Joh ist Chef der gleichnamigen Oschersleber Elektrotechnikfirma. Auch an den vorherigen Messen hat sein Unternehmen teilgenommen, gebracht habe es wenig. „Doch wir geben nicht auf. Einen Auszubildenden für das neue Lehrjahr haben wir bereits unter Vertrag. Doch wir suchen noch, sowohl im kaufmännischen wie im elektrotechnischen Bereich“, meint Michael Joh.

Termin am 6. März

Ursula Burba, zuständig für die Ausbildung bei Agrarfrost Oschersleben ist in Sachen Ausbildungsmessen ein „alter Hase“. Das Unternehmen lässt keine Chance aus, Berufsnachwuchs zu gewinnen und nimmt an vielen Messen teil, auch zum dritten Mal in Oschersleben. Abermals werden Azubis am Messestand in der Bewos-Sporthalle stehen. Das hat sich bewährt.

Wiederum mehr als 30 Unternehmen wollen auf der 3. Oschersleben Ausbildungsmesse Werbung für die verschiedensten Ausbildungsberufe machen. An vielen Ständen gibt es die Möglichkeit, sich auszuprobieren und nicht selten werden die Stände von Azubis betreut, die selbst einmal auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz waren.

Neuer Veranstaltungsort

Neu ist in diesem Jahr der Veranstaltungsort. Schon mit der zweiten Ausbildungsmesse zeigte sich, dass die Jockel-Klein-Halle an der Motorsportarena zu eng wird für Aussteller und Besucher.

„Wir haben den Wünschen von Ausstellern und Besuchern nach breiteren Gängen und mehr Platz entsprochen. Deshalb haben wir uns entschieden, die Bewos-Sporthalle an der Puschkinschule zu nutzen. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr. Während in den Vormittagstunden die Schulklassen die Messe besuchen, haben Eltern nachmittags die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Kindern auf Ausbildungsplatzsuche zu gehen.