Bördeschule

Schüler aus Klein Oschersleben verschenken Hundekörbchen im Tierheim

Kurz vor ihrer Entlassung haben Schüler der Bördeschule in Klein Oschersleben das Tierheim in Satuelle besucht - und das aus gutem Grund.

Von Andrea Höde
Mädchen und Jungen aus der Bördeschule in Klein Oschersleben besuchen das Tierheim in Satuelle – mit Geschenken.
Mädchen und Jungen aus der Bördeschule in Klein Oschersleben besuchen das Tierheim in Satuelle – mit Geschenken. Foto: Andrea Höde

Klein Oschersleben/Satuelle - Das Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Zeugnisse sind geschrieben und die Sommerferien stehen vor der Tür. Für einige Schüler heißt es nun Abschied nehmen. Die Schulzeit endet. Und mit der Berufsausbildung beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Doch bevor es soweit ist, stehen an den letzten Schultagen noch einige besondere Aktionen auf dem Programm. So besuchten die Mädchen und Jungen Klasse 9B gemeinsam mit ihrer Lehrerin Karola Wesemeier das Tierheim in Satuelle. Einige Schüler haben in den letzten Jahren in der hauseigenen Schülerfirma „School Dogs & Kids“ mitgearbeitet. Dort wurde Hundezubehör hergestellt und verkauft.

Neben den Kenntnissen, wie eine Firma funktioniert, haben die Schüler auch viel über Hunde gelernt. Einen entscheidenden Beitrag dazu lieferten die Norfolk-Terrier von Karola Wesemeier als Schulhunde.

Im Tierheim Satuelle wurden die Besucher aus Klein Oschersleben bereits von Dirk Lehmann erwartet. Er gehört zum engagierten Team, dass sich um die Schützlinge im Tierheim kümmert. Neben zahlreichen Katzen und einigen Hunden sind momentan auch ein Minischwein und eine Boa besondere Gäste im Tierheim. Von Dirk Lehmann erfuhren die Jugendlichen viel über die Arbeit im Tierschutz und konnten bei einem Rundgang die Schützlinge bewundern.

Dirk Lehmann erinnerte die Jugendlichen eindringlich daran, vor der Anschaffung eines Tieres gut zu überlegen. „Aus dem ach so niedlichen Welpen wird irgendwann vielleicht ein großer Hund und da muss man sich vorher die Frage stellen, ob man dem auch gewachsen ist.“

Wer nun dachte, er könne einfach ins Tierheim gehen und ein Tier mitnehmen, erfuhr am Montag, dass es doch nicht ganz so einfach ist. Zum einen ist da eine Schutzgebühr fällig und dann achten die Mitarbeiter darauf, ob das Tier und der „neue“ Mensch auch zusammen passen. Die Schutzgebühr ist auch nicht der Preis für das Tier, sondern sorgt für den Unterhalt derer, die im Tierheim weiter auf ein neues Zuhause warten.

Sichtlich bewegt verabschiedeten sich die Jugendlichen von Dirk Lehmann – natürlich nicht, ohne vorher die Geschenke zu übergeben. Vom Hundekörbchen bis zu selbst gebastelten Holzarbeiten reichte hier das Spektrum, über das sich Dirk Lehmann im Namen aller Tierheimmitarbeiter und natürlich seiner Schützlinge ganz herzlich bedankte.