80 Feuerwehrleute Sonntagabend im Einsatz - Personen nicht verletzt - Ursache und Schadenshöhe unbekannt

Teil einer Gröninger Lagerhalle brennt völlig nieder

Von René Döring

In Gröningen ist am Sonntagabend die Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Unternehmens abgebrannt. 80 Feuerwehrleute aus acht Wehren waren im Einsatz. Ursache und Schadenshöhe waren gestern noch nicht bekannt. Personen kamen nicht zu Schaden.

Gröningen l Es war etwa 18.40 Uhr, als am Sonntag ein Gröninger Berufskraftfahrer seinen Lkw für die Abfahrt vorbereiten wollte. Doch der auf einem Betriebsgelände in der Bahnhofsstraße abgestellte Lkw musste warten, denn im Hintergrund war ein Feuerschein zu sehen, die Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Unternehmens brannte. Also schnell die Feuerwehr alarmieren.

Die Gröninger Feuerwehrleute waren dann auch sehr schnell auf dem Weg und haben schon während der Fahrt zum Brandort mitbekommen, dass es ein großer und auch gefährlicher Einsatz wird. Denn auf halbem Wege hörten sie einen lauten Knall und sahen einen großen Blitz. Wie sich später herausstellte, war in der brennenden Lagerhalle eine Gasflasche explodiert.

Von solchen mit Azetylen, Sauerstoff und auch Propangas gefüllten Flaschen standen noch etwa zehn weitere in der brennenden Halle, die nach und nach von Feuerwehrleuten geborgen und gekühlt wurden, um weitere Explosionen zu verhindern. Andere Feuerwehrleute, insgesamt waren sieben Wehren der Verbandsgemeinde Westliche Börde und die Oschersleber Wehr zum Unglücksort geholt worden, kümmerten sich derweil um das Feuer. Das hatte von der Lagerhalle auch schon auf angrenzende Gebäude übergegriffen. "Wir sind von zwei Seiten vorgegangen", so Gemeindewehrleiter Harald Hinz, der den Einsatz geleitet hat. Zudem ist mit Hilfe der großen Drehleiter der Oschersleber Feuerwehr von oben gelöscht worden.

Nach knapp vier Stunden war alles soweit unter Kontrolle, dass die ersten Wehren wieder nach Hause geschickt wurden, während die Gröninger und die Kloster Gröninger Feuerwehrleute noch bis nach 1 Uhr am Ort des Geschehens ausharrten.

Zur Brandursache wurde gestern noch keine Auskunft gegeben. "Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen", wie Polizeisprecherin Anika Steidl auf Nachfrage sagte.

Ursache und Schadenshöhe werden noch ermittelt

Genauso wurden gestern noch keine Angaben zur Höhe des Schadens erteilt. "Auch hier dauern die Ermittlungen noch an", so Anika Steidl. Fest steht, dass ein Teil der Lagerhalle "vollständig abgebrannt" und auch das angrenzende Bürogebäude beschädigt worden ist, so die Sprecherin der Polizei.

"Das war während meiner bisherigen elf Jahre langen Amtszeit der größte Brand, den wir in Gröningen hatten", sagte gestern Bürgermeisterin Renate Hillebrand, die auch unmittelbar nach der Arlarmierung die Explosion der Gasflasche gehört und den Feuerstrahl gesehen hatte.

Bürgermeisterin und Bauamtsleiterin vor Ort

"Das war erschreckend", so die Bürgermeisterin, die sofort zur Unglücksstelle geeilt war, um dort das eine oder andere zu organisieren. Beispielsweise Sand, mit dem die Feuerwehrleute verhindern wollten, dass das Löschwasser in den Schläuchen zu Eis wird. Zudem haben die Bürgermeisterin und ihre Bauamtsleiterin Ines Philipp die Feuerwehrleute unter anderem mit heißem Tee versorgt.

"Für diese Unterstützung möchte ich mich recht herzlich bedanken", so Harald Hinz, der sich zudem bei den gut 80 Feuerwehrleuten aus Gröningen, Kloster Gröningen, Dalldorf, Kroppenstedt, Ausleben, Großalsleben, Krottorf und Oschersleben bedanken möchte, die eine "sehr gute Arbeit geleistet haben", wie der Gemeindewehrleiter gestern sagte.