Knirpse der Groß Rodensleber Kindertagesstätte hoffen, dass die Täter schnell gefunden werden

Unbekannte zerstören das Piratenschiff

Von Constanze Arendt-Nowak

Das Piratenschiff ist kaputt, ebenso das Trampolin. Zerstört durch Unbekannte. Die "Bussi-Bären" der Groß Rodensleber Kindertagesstätte hoffen in ihrer Traurigkeit, dass die Täter bald ermittelt werden.

GroßRodensleben l Die "Bussi-Bären" aus der Groß Rodensleber Kindereinrichtung haben in dieser Woche Besuch von der Polizei gehabt. Anders als beim letzten Mal, als das Thema Verkehrssicherheit behandelt wurde und das Polizeiauto auf dem Hof stand, war der Anlass diesmal weniger "cool", wie die Kinder damals zu sagen pflegten. Diesmal waren die Beamten gekommen, um nach Vandalismus auf ihrem Spielplatz eine Anzeige aufzunehmen.

Ganz traurig mussten Paul, Annika, Lilly, Niklas, Justin und ihre Kindergartenfreunde am Dienstagvormittag feststellen, dass ihr Piratenschiff auf dem Spielplatz, das der Hausmeister extra zum Piratenfest vor ein paar Tagen zusammengebaut hatte, völlig zerstört war. Es bestand zwar nur aus Holzstangen und etwas Stoff, aber für die Kinder hatte es einen hohen ideellen Wert - innerhalb von ein paar Tagen war es zu einem beliebten Spielgerät geworden.

Zudem war auch ein Klettergerüst umgeworfen worden und lag auf dem Weg. Schon ein paar Tage zuvor musste den Kindern das Hüpfen auf dem großen Trampolin verboten werden. Gemeinsam hatten die Erzieherinnen und die Kinder entdeckt, dass in die Hüpf- fläche offenbar mit brennenden Zigaretten Löcher eingebrannt worden waren. "Wer macht so etwas?", fragte sich der Groß Rodensleber Ortsbürgermeister Jürgen Wichert, der sich den Schaden vor Ort ansah.

Im Gespräch mit den Nachbarn der Kindertagesstätte stellte sich heraus, dass diese mehrfach in der Nacht Geräusche gehört hatten. Sie haben beobachtet, dass vermutlich Jugendliche auf dem Spielplatz waren. Spuren lassen vermuten, dass sie über den Gartenzaun gestiegen sind. Doch mehr weiß keiner.

Sehr an der Aufklärung interessiert sind aber nicht nur der Ortsbürgermeister, die Kita-Erzieherinnen und die Polizei, sondern auch die Nutzer des benachbarten Jugendclubs. Sie sind selbst ehemalige "Bussi-Bären" und pflegen ein gutes Verhältnis mit den Kindern und den Erziehern der Kita. So haben sie auch im Frühjahr den Sand im Sandkasten des Kita-Spielplatzes erneuert und vor dem großen Bussi-Bär-Fest für Ordnung auf dem Hof gesorgt. Jetzt wollen sie besonders die Augen nach den Missetätern offenhalten.

Dass der Spielplatz der Kindereinrichtung bisher in einem guten Zustand war, ist nicht zuletzt auch den Eltern zu verdanken. So hatten sie beispielsweise beim einem Arbeitseinsatz im Frühjahr viel Eigeninitiative gezeigt - sie haben gemalert und gewienert.