Kroppenstedt l Als eine Vertretung des Kroppenstedter evangelischen Gemeindekirchenrats im Oktober 2018 zum ersten Mal nach Halberstadt gefahren ist, um den Bewohnern im Haus „Dorothea“ des Cecilienstifts die Gaben des Erntedankgottesdienstes zu bringen, war für Gastgeber und Besucher noch alles neu. Fremde Menschen standen sich da gegenüber, die sich erst kennenlernen mussten.

Besucher mit offenen Armen empfangen

„Wobei schon damals der Funke recht schnell übergesprungen ist“, erinnert sich die Gemeindekirchenratsvorsitzende Beate Könnecke. Die aber mit ihren Mitstreitern nun von den „Dorothea“-Bewohnern und deren Betreuern bei jedem Besuch mit offenen Armen empfangen wird. Aus einer ersten Bekanntschaft ist Freundschaft geworden. „So war jetzt die Begrüßung beim neuerlichen Besuch auch wieder sehr sehr herzlich“, sagt Beate Könnecke.

Dem Engagement angeschlossen

Es war die nunmehr fünfte Begegnung der Kroppenstedter mit den derzeit 13 Mädchen und Jungen des Hauses „Dorothea“, die aufgrund von Sinnes- und Mehrfach-Behinderungen im Cecilienstift betreut werden und dort auch wohnen.

Nach dem ersten Besuch im Oktober 2019, waren Vertreter des Kroppenstedter Gemeindekirchenrates auch in der Weihnachtszeit, dann in diesem Jahr zu Ostern und abermals nach dem Erntedankfest in Halberstadt, um sich mit den Bewohnern zu treffen, sie zu beschenken und mit ihnen einige Stunden zu verbringen.

Diesmal nun war es aber nicht der Gemeindekirchenrat allein, der diesen Besuch vorbereitet und abgestattet hat. Vielmehr hat sich inzwischen auch der Kroppenstedter Heimatverein diesem Engagement der Kirche angeschlossen. Worüber sich Beate Könnecke sehr freut: „Das ist ganz toll, gemeinsam haben wir noch mehr Möglichkeiten, den Kontakt auszubauen und den Mädchen und Jungen, die es in ihrem Leben nun wirklich nicht leicht haben, vielleicht ein bisschen Freude zu bringen.“

Bewohner führen ein Märchen auf

Und diese Freude haben Beate Könnecke vom Gemeindekirchenrat sowie Cornelia Melchert und Ute Staats vom Heimatverein nun beobachten dürfen, als sie den Bewohnern unter anderem die von den Mitgliedern des Heimatvereins gefüllten und jeweils mit dem Namen des Bewohners bestickten Weihnachts-Säckchen gebracht hatten. Zudem hatte Beate Könnecke den Inhalt der Spendenbüchse dabei, die während jeder Veranstaltung in der Kroppenstedter Kirche zu Gunsten des Cecilienstifts bereitgestellt wird.

Kontakt weiter ausbauen

Die Mädchen und Jungen haben sich aber nicht nur über die Geschenke und die Spende gefreut, sondern zudem über den Besuch an sich, also über die Zeit, die die Kroppenstedter mit ihnen zusammen waren. Und die Bewohner waren überdies glücklich, dass sie ihren Besucherinnen ein Märchen vorspielen durften.

„Es war Hänsel und Gretel, worüber wiederum wir uns sehr gefreut haben und glücklich waren“, sagt Beate Könnecke und kündigt an, dass Gemeindekirchenrat und Heimatverein auch in Zukunft gemeinsam den Kontakt zum Cecilienstift halten und ausbauen sowie den Bewohnern des Hauses „Dorothea“ die eine oder andere Freude bereiten möchten.

„Wir haben uns dabei auch vorgenommen, die Mädchen und Jungen im nächsten Jahr einmal zu einer Veranstaltung nach Kroppenstedt zu holen“, sagt Beate Könnecke. Die außerdem mitteilt, dass auch am Heiligabend während der Christvesper (Beginn 16 Uhr) und am 27. Dezember während eines Kerzenscheinkonzerts (Beginn 17 Uhr) die Cecilienstift-Spendenbox in der Martinikirche stehen wird.