Wormsdorf l Schon beizeiten haben sich in Wormsdorf viele Besucher aus dem Ort, aber auch der Region, eingefunden. Dabei handelt es sich um erstaunlich viele Erwachsenen, welche die Leidenschaft für die Modellbahnen der Gastgeber teilen und Kinder jeglichen Alters. Alle schauen wie gebannt auf die Miniaturloks, die in der Spur H0 über die Gleise flitzten.

„Wir steuern die Züge digital mit Lok-Mäusen über einen Computer oder über eine Handy-App“, erzählt Vereinsmitglied Andreas Gödecke. Dazu hatten die Modellbahnfreunde auch einen entsprechenden Schaltplan aufgehängt. „So sehen wir die jeweiligen Adressen besser und müssen nicht in unserem Buch nachschauen“, sagt er. All das erläutert Gödecke auch den Anwesenden und verweist auf den 10. Geburtstag des Vereins, der in diesem Jahr begangen wird.

Realistische E-Loks

„Heute sind wir sieben Gleichgesinnte, die dem Hobby frönen“, erklärt er. „Wir haben uns zusammen gefunden und arbeiten gemeinsam an der weiteren Aufwertung unseres großen Modells mit den Zügen.“ Das geht schon über Jahre so und es entwickelt sich stetig weiter. Zuletzt sind die Oberleitungen für die entsprechenden Loks dazu gekommen. Diese hat Erhard Kampe angebracht. Damit wirken auch die E-Loks realistischer bei ihrer Fahrt durch den Kurs. Die Landschaften und Gebäude haben die Mitglieder allesamt selber gefertigt. „Da haben wir zunächst Versuche mit dem Gips gemacht und die richtige Formel entwickelt“, verrät Andreas Gödecke. „Es soll ja auch alles perfekt sein.“

Bilder

Kein Wunder, dass die Besucher staunen, denn die Modellbahnfreunde haben ihre Sache gut gemacht. Das Hobby hat für sie auch einen entsprechenden Hintergund, denn einige von ihnen sind gar bei der Bahn beschäftigt, andere wiederum sind sehr technikaffin.

„Die Mischung passt“, schätzt der Vereinsvorsitzende Ingolf Göllner ein. Über weitere eventuelle Mitstreiter würden sich die Wormsdorfer freuen. „Wir halten immer freitags unsere Vereinsabende ab“, sagt Andreas Gödecke. „Da sprechen wir über weitere Vorhaben und oft geht es auch ganz fidel zu.“ Das neueste Projekt der Mitglieder ist die Erstellung eines originalgetreuen Modells vom alten Seehäuser Bahnhof. Die Idee ist schon in einem fortgeschrittenen Bereich angekommen, sodass die Besucher schon einmal einen Blick auf das Gebäude riskieren können.

Außerdem haben die Modellbahnfreunde allerhand Bildercollagen aufgehängt, um ihre Entwicklung über die zehn Jahre zu dokumentieren.

Gemeinde stellt Räume

„Die Gemeinde hat uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und wir haben sie selber in den heutigen Zustand versetzt“, sagt der Vorsitzende. Wie auf Kommando erscheint Bürgermeister Manfred Jordan (parteilos), um den Vereinsmitgliedern seine Aufwartung zu machen, im Gepäck hat er sogar eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit. Auch er ist ein Fan der Modellbahnen. „Es ist schon erstaunlich zu sehen, wie die Züge durch die Modell-Landschaft rauschen“, sagt er. „Dazu gehört viel Arbeit und Präzision.“

Auch auf dem Hof haben die Gastgeber einen Rundkurs errichtet. Über diesen saust eine Gartenbahn, während die Besucher sich am „Mitropa“-Stand versorgen und den Ausflug in die Technikwelt noch einmal Revue passieren lassen.