Gröningen l Florian Skuras ist einer der Beschäftigten des Bauhofes der Verbandsgemeinde Westliche Börde, die vom Standort Gröningen aus die kommunalen Gehwege, Straßen und Plätze in Schuss zu halten. Reparaturen an Einrichtungen, die der Gemeinde gehören, inklusive. Während die Frauen und Männer in der orange farbenen Arbeitsschutzbekleidung in den warmen Monaten größtenteils die Pflege der Grünflächen in den Städten und Dörfern der Verbandsgemeinde im Blick haben und für die Ordnung und Sauberkeit auf den Friedhöfen verantwortlich sind, sorgen sie im Winter für schneefreie Straßen, Gehwege und Plätze in der Kommune.

„Der Winter kann kommen, wir sind mit Personal und Technik bereit“, sagt Mathias Jaensch. Er ist Abschnittsleiter Süd des Bauhofes der Verbandsgemeinde Westliche Börde und verantwortlich für den Einsatz seiner Leute in der Stadt Gröningen und ihrer Ortsteile sowie in der Stadt Kroppenstedt. Im Abschnitt Nord, der seinen Sitz in der Außenstelle des Bauhofes in Hamersleben hat, werden die Gemeinden Am Großen Bruch und Ausleben versorgt. Dort ist Dieter Herzberg Abschnittsleiter. In beiden Abschnitten des Bauhofes der Westlichen Börde in Gröningen und Hamersleben stehen jeweils sieben Beschäftigte für den Winterdienst parat.

„Wir haben für den bevor stehenden Winter etwa 140 Tonnen Splitt zum Streuen eingelagert. Salz verwenden wir aus Gründen des Umweltschutzes zum Streuen nicht mehr“, verdeutlicht Mathias Jaensch. Das bekräftigt auch der Gröninger Bürgermeister Ernst Brunner, der die Bauhofmitarbeiter und Abschnittsleiter Jaensch regelmäßig besucht, um anstehende Arbeiten in der Stadt abzusprechen. Um mit Salz mögliche Eisflächen abzustumpfen, bedürfe es einer gewissen Konzentration, was wiederum der Umwelt schade. Mit Splitt sei der Effekt umweltschonender zu erreichen.

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In Gröningen stehen vier Streufahrzeuge, das sind drei Multicar und ein Kommunaltraktor, bereit, um mit Personal besetzt zu werden und um in die Ortschaften zum Winterdienst auszurücken.

Wie Mathias Jaensch weiter berichtet, hat ein Kollege während der kalten Jahreszeit, bei der mit Schneefall gerechnet werde, immer Bereitschaft. Sie oder er prüfe um 3 Uhr die Lage und entscheide, ob der Winterdienst bereits so früh am Morgen ausrücken müsse. Wenn nicht, sei um 5 Uhr regulärer Dienstbeginn. Dann fahren die Besatzungen der vier Streufahrzeuge nach einem genau festgelegten Tourenplan die besonders sensiblen Punkte in den Ortschaften ihres Zuständigkeitsbereiches an, räumen den in der Nacht gefallenen Schnee und stumpfen die Flächen mit Splitt ab. Da die Mitarbeiter in unterschiedlichen Gemeinden der Westlichen Börde wohnen würden, könnten sie auf örtliche Besonderheiten reagieren. „Wir haben in der Westlichen Börde eine Wetterschneise. Es kann sei, dass in dem einem Ort schneit oder regnet und in dem anderen nicht“, berichtet Bürgermeister Ernst Brunner aus seinen langjährigen Erfahrungen. Da seien die Beobachtungen der Bauhofmitarbeiter von Vorteil, um genau auf die aktuelle Wetterlage reagieren zu können.

„Zuerst sind wir vor den Gerätehäusern der Feuerwehr, Bushaltestellen, Kindertagesstätten und Schulen im Einsatz“, gibt Jaensch den Takt des Winterdienstes vor. Dann seien viel befahrene Kommunalstraßen mit ihren Knotenpunkten an der Reihe. Wo die Beschäftigten des Bauhofes mit ihren Fahrzeugen nicht hin kommen, sind seine Leute als Handstreuer im Einsatz.

Ist der Einsatz am Morgen beendet und die Gehwege, Straßen und Plätze schneefrei, kontrolliert die Mannschaft des Bauhofes am Nachmittag nochmals besonders gefährdete Stellen ihres kommunalen Zuständigkeitsbereichs. Sollte es wieder geschneit haben, würden sie erneut ausrücken, sagt Jaensch.

Übrigens: Florian Skuras ist in seinem Berufsleben nicht nur Beschäftigter des Bauhofes der Verbandsgemeinde Westliche Börde. Ehrenamtlich ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben und in der Einsatzabteilung aktiv. Sollte während seiner Arbeitszeit in der Westliche Börde der Einsatz der Feuerwehr bei Bränden und andere Hilfeleistungen wie nach Verkehrsunfällen nötig sein, rückt der Wanzleber mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gröningen aus. Die nötigen Qualifikationen wie Truppführer, Atemschutzgeräteträger sowie Maschinist für die Drehleiter und alle anderen Fahrzeuge dazu hat er in der Tasche und bei seiner Heimatwehr erworben. Dort unterstützt er zudem als Betreuer die Jugendfeuerwehr. Wie Skuras sind einige der Bauhofmitarbeiter, die dann jedoch in der Westlichen Börde wohnen, aktive Mitglieder der Feuerwehr. Der Wanzleber hat zwar seine Heimat bei der Feuerwehr der Sarrestadt, ist aber auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gröningen und rückt mit den Kameraden der Bodestadt bei Bedarf tagsüber zu Einsätzen mit aus. Genau so wie Bauhofabschnittsleiter Mathias Jaensch, der ehrenamtlich Ortswehrleiter von Gröningen ist.