Kossebau/Gladigau (rfr) l Der Heilige Martin, an den um den 11. November wieder viele Christen mit gleichnamigen Festen erinnern, soll der Legende nach seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben. Als Symbol des Teiles und Helfens werden bei den Festen, Umzügen und Andachten in der Region aber seltener Wintertextilien entzweit, sondern Hörnchen, die auch nach dem Schutzpatron der Armen benannt sind.

Die älteste Gruppe der Kossebauer Kindertagesstätte „Wichtelhausen“ stellt das bekannte Gebäck seit Jahren mit Unterstützung der Mühlenbäckerei von Marco Schulz in Gladigau her. So auch gestern, als Christina Wolter und Birgitt Gabel am frühen Vormittag mit einem halben dutzend Kinder anrückten, um mit dem Meister rund 200 Hörnchen zu backen, die mit Rosinen, Mandelsplittern oder Streuseln noch verfeinert wurden.

Weil die beteiligten Parteien inzwischen über Routine verfügen und der Bäcker, der die Zutaten traditionell sponserte, gut vorbereitet war, dauerte die Aktion keine zwei Stunden. Dann ging es wieder nach Kossebau, wo das Gebäck am Abend ins Spiel und geteilt in die Münder der Teilnehmer des Martinsfestes kam.