Lichterfelde l Mit 70 Gästen startete der Lichterfelder Dorfclub einst seine Weihnachtsball-Tradition. Sonnabend war die Gästeschar in der örtlichen Turnhalle auf 220 angewachsen. Werbung mussten die 22 Mitglieder um ihren Vorsitzenden Jens-Uwe Schneider nicht machen. Bevor sie die Veranstaltung bekanntgeben konnten, war sie bereits ausverkauft. Wobei die Karten längst nicht mehr nur an Lichterfelder, sondern auch an Feierlustige in der Umgebung gehen.

Zumindest beim Essen lassen es die Orgisatoren eher spartanisch angehen. Mit einem Buffet werden abgesehen von Schmalzsstullen bis zum Abwinken weder Zeit noch Geld oder Mühen verschwendet. Um so mehr Aufwand betreibt der Dorfclub dafür beim Schmücken der Halle, bei der Auswahl des Ausschanks oder beim Bestücken der Tombola, wobei es auch Unterstützung von Sponsoren gibt. Die 500 Lose für rund 40 Preise waren einmal mehr so schnell vergriffen, dass einige keine Chance mehr bekamen, ihr Glück herausfordern zu können. Die Preise verteilte niemand anderes als der Weihnachtsmann an die Gewinner, die Weihnachtsengel Verena Schneider nach einem anonymen Auslosungsverfahren verkündete.

Spätestens als die Gewinner mit ihren kleinen Zetteln nach vorne gerufen wurden, sollte ihnen klar geworden sein, warum es Preisträger heißt. Sie mussten den Preis nämlich an ihren Platz tragen, aber auch die Last eines Programmgestalters wider Willen tapfer ertragen, wenn sie von Klaus Gehrke aufgefordert wurden, ein Gedicht oder Lied vorzutragen. Der Werbener Bademeister ist die großen, tragenden Rollen gewöhnt. Wenn er nicht als Knecht Ruprecht „Angst und Schrecken“ verbreitet, ist er als Neptun-Double aktiv. Die Lachmuskeln strapazierte später auch die Stendaler Comedy-Frau „Walli“. Für einen Muskelkater sorgte überdies DJ Micha, der mit dem Lichterfelder Publikum aber leichtes Spiel hatte.

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