Seehausen l Ein gewöhnungsbedürftiger Spanplattenkasten zieht derzeit im unteren Flur des Seehäuser Rathauses die Besucherblicke auf sich. Nein, es ist keine überdimensionierte Kabine für die unbeobachtete Stimmabgabe bei der Verbandsgemeindebürgermeisterwahl im kommenden Jahr, sondern eine Baustelleneinhausung für die Firmen, die derzeit die Besuchertoiletten des historischen Gemäuers sanieren. Heißt, das Umfeld wird abgeschottet, um Lärm und Schmutz zu minimieren, der zwangsläufig bei Maurer- und Klemptnerarbeiten anfällt. Die provisorische Konstruktion verschwindet mit dem Ende der Bautätigkeit also wieder.

 Die vergleichsweise kleine Investition hatte Noch-Verbandsgemeinde-Bürgermeister Robert Reck schon 2014 für den laufenden Haushalt angeregt. Letztlich griff auch die Hansestadt mit in ihren beschränkten Mitteln unter die Arme, um das Projekt noch im alten Jahr umzusetzen. Nötig hat es das stille Örtchen allemal. Die Technik funktionierte zwar, aber der kalte Charme aus DDR-Zeiten, den die Toilette versprühte, war nicht gerade ein Aushängeschild für das Rathaus.