Seehausen l Bis die Autobahnverlängerung Seehausen erreicht, müssen sich die Befürworter der Schnellstraße wohl noch etwas in Geduld üben. Nichtsdestotrotz schmieden Stadt und Verbandsgemeinde längst Pläne für ein neues Gewerbegebiet, das östlich der A 14, also nordwestlich der Hansestadt rechts und links der jetzigen B 189 entstehen soll. Zu den ausgelasteten 18 Hektar „An den langen Stücken“, an die sich westlich eine ähnlich große Fläche anschließt, die für die gewerbliche Nutzung bereits ausgewiesen ist, sollen noch einmal bis zu 85 Hektar dazukommen, auf denen sich Gewerbe ansiedeln kann. Entsprechende Pläne wurden schon vor gut zwei Jahren im Verbandsgemeinderat verabschiedet.

Allerdings wollen Politik und Verwaltung nicht nur beim Flächennutzungsplan Vorarbeit leisten, sondern die Parzellen möglichst schon jetzt wirksam bewerben – zum einen in Broschüren und auf den Seehäuser Internetseiten, aber auch direkt vor Ort, falls ein potenzieller Investor Seehausen auf der B 189 tangiert.

Damit die Werbung für das neue Gewerbegebiet deutlich wahrgenommen wird, muss diese natürlich aus beiden Fahrtrichtungen gut sichtbar sein, ohne die Verkehrsteilnehmer zu sehr abzulenken und in Gefahr zu bringen. Das bedeutet für Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth eine große Tafel, möglichst dicht an der Straße, auf der ein eingängiger Slogan, ein Autobahnsymbol sowie das Logo der Verbandsgemeinde Platz haben und schon von weitem beziehungsweise im Vorbeifahren zu erkennen sind.

Mitsprachrecht bei Genehmigung

Das ist aus zwei Gründen nicht so einfach. Zum einen braucht es erst einmal ein Grundstück, auf dem die Werbung in eigener Sache stehen darf. Zum anderen hat der Straßenbaulastträger bei der Genehmigung je nach Größe der Anlage auch jenseits der Fahrbahn bis in eine Entfernung von 40 Metern ein gewichtiges Wörtchen in Sachen Baurecht mitzureden.

Das erstere Problem scheint mit einer Fläche der Stadt Seehausen hinter der Siedlung am Grashöfer Weg westlich neben der B 189 gelöst zu sein. Die genehmigungsrechtliche Seite und damit auch Größe sowie Aussehen der geplanten Werbetafel wird derzeit abgeklopft.

Allerdings fehlt dann immer noch ein wichtiges Teil im Puzzle. Alle Aufrufe von Rüdiger Kloth nach einem flotten Werbespruch für das künftige Gewerbegebiet sind bislang offenbar ungehört verhallt. Im Gespräch mit der Volksstimme beschloss sich der Verbandsgemeindebürgermeister spontan, einen Preis für einen eingängigen Slogan auszuloben. Nämlich zwei Jahreskarten für das Waldbad Seehausen.

Die Auswahl unter den Vorschlägen würde Kloth gern den Mitgliedern des Verbandsgemeinderates überlassen. Eine Frist für den Einsendeschluss wird erst gesetzt, wenn das bauliche Prozedere geregelt ist. Vorschläge werden ab sofort entgegengenommen.